Astrazeneca-Urteil verschoben: Entscheidung über Entschädigung erst im neuen Jahr

04. Dezember 2025 , 11:38 Uhr

Im Prozess um die Klage einer Frau aus Oberfranken gegen den Impfstoffhersteller Astrazeneca will das Oberlandesgericht (OLG) Bamberg seine Entscheidung nun doch erst im neuen Jahr bekanntgeben. Die Verkündung sei vom 8. Dezember auf den 26. Januar verlegt worden, teilte das OLG mit. Als Grund nannte das Gericht, dass der Ausgang eines beim Bundesgerichtshof anhängigen Revisionsverfahrens abgewartet werden solle, weil im Rahmen dieses Verfahrens Mitte Dezember über Rechtsfragen verhandelt werde, die auch im vorliegenden Verfahren relevant seien.

Die mittlerweile 35 Jahre alte Frau aus Hof fordert von dem Pharmakonzern vor dem OLG Bamberg mindestens 250.000 Euro Schmerzensgeld, 17.200 Euro für einen Verdienstausfall und bis zu 600.000 Euro für künftige Beeinträchtigungen.

Sie hatte sich im März 2021 mit dem Covid-19-Vakzin «Vaxzevria» von Astrazeneca impfen lassen und danach eine Darmvenenthrombose erlitten. Sie fiel in ein Koma und verlor letztlich einen Teil ihres Darms. Der Anwalt der Frau sieht dies als Impfschaden und eine mögliche Nebenwirkung des Impfstoffs.

Astrazeneca Urteil

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