Aufgaben verteilen, Hausärzte entlasten: HÄPPI-Projekt in Thurnau

21. Januar 2026 , 19:48 Uhr

Dem Ärztemangel entgegensteuern und Hausärztinnen und Hausärzte entlasten – das ist das Ziel des Pilotprojekts HÄPPI des Hausärzteverbands. Seit einem halben Jahr läuft es in insgesamt neun Praxen im Freistaat. Eine davon ist die Gemeinschaftspraxis Seitter-Tischer in Thurnau. Bei dem Projekt sollen medizinische Fachangestellte weitergebildet werden und so Aufgaben übernehmen, die sonst nur die Ärztin oder der Arzt gemacht haben. Die oberfränkische Bezirksvorsitzende des Hausärzteverbands, Anja Tischer, gibt ein Beispiel:

Zum Beispiel die Durchführung einer technischen Untersuchung. Die medizinische Bewertung ist eine ärztliche Leistung. Klassiker: kein Arzt schreibt das EKG selber, das macht die MFA. Das EKG aber zu befunden, ist meine Aufgabe.

Aber auch Infekt-Sprechstunden oder ein Ultraschall könnten dann die weitergebildeten medizinischen Fachangestellten übernehmen.

Beim Pilotprojekt spielt aber auch die Digitalisierung eine Rolle. So wurde die PraxisApp eingeführt. Mit der können die Patienten per Chat mit den Praxen kommunizieren, Medikamente vorbestellen oder eine Videosprechstunde mit ihrem Arzt oder ihrer Ärztin machen.

Das Pilotprojekt läuft noch bis 2027, wird vom Gesundheitsministerium gefördert und von der Uni Augsburg begleitet. Die Wissenschaftler werten die Daten aus den Praxen aus. Sollte sich herausstellen, dass das HÄPPI-Pilotprojekt ein Erfolg war, könnte es in Zukunft von den Krankenkassen finanziert und ein Modell für weitere Praxen werden.

Das könnte Dich auch interessieren

18.03.2026 Geladene Schusswaffe dabei: Polizei stellt Waffe und Drogen auf der A9 sicher Bei einer Routinekontrolle auf der A9 hat die Polizei gestern Nachmittag eine geladene Schusswaffe in einem Auto sichergestellt. Der 41-jährige Mann am Steuer des Wagens hatte außerdem  nur einen gefälschten Führerschein vorgewiesen. Im Auto fand sich dann auch noch eine geringe Menge Kokain. Als ein Abgleich der Personalien ergab, dass der Mann gleich von zwei 18.03.2026 Es geht aufwärts: Therme Obernsees mit mehr Gästen Die Gästezahlen in der Therme in Obernsees sind in den ersten beiden Monaten dieses Jahres deutlich, um 7.500 gestiegen. Diese Zahlen hat der Betriebsleiter Ulrich Gesell in der Zweckverbandssitzung Therme Obernsees vorgestellt. Damit liege auch der Umsatz deutlich über den Vorjahresmonaten. Zum einen liege das an dem früheren Termin der Faschingsferien in diesem Jahr, aber 18.03.2026 Nach Sturz in Fluss: Bamberger Polizei sucht Helfer Nachdem am Sonntag Nachmittag eine Frau bei Hirschaid im Landkreis Bamberg in den Main-Donau-Kanal gestürzt war, sucht die Polizei ihren Retter. Ein vorbeikommender Mann  hatte die 73-Jährige im Wasser gesehen und ihr heraus geholfen. Danach ging der Mann weiter. Jetzt wird er gebeten, sich bei der Polizei zu melden, um die Umstände des Unfalles zu 18.03.2026 Shell-Boykott: hinter dem Social-Media- Aufruf steht nur ein Kettenbrief Ein Boykott-Aufruf gegen Tankstellen des Konzerns Shell sorgt derzeit in sozialen Netzwerken und Messenger-Diensten für Aufmerksamkeit – auch bei uns in Oberfranken. In dem Kettenbrief wird dazu aufgerufen, noch bis zum 10. April nicht bei Shell zu tanken, um den Mineralölkonzern dazu zu bringen, die Spritpreise zu senken. Der österreichische Faktencheck-Verein Mimikama hält die Aktion