Zugverkehr

Bahn meldet fälschlich Sperrung am Nürnberger Hauptbahnhof

17. April 2026 , 19:47 Uhr

Die Bahn verbreitet eine Sperrung des wichtigen fränkischen Bahnhofs, Züge würden zurückgehalten. Warum Reisende sich dennoch entspannen konnten.

Die Deutsche Bahn hat fälschlicherweise in einem Post auf X die Sperrung des Nürnberger Hauptbahnhofs wegen eines Polizeieinsatzes verkündet. «Das ist ein Fehlalarm gewesen, die Information ist nicht korrekt gewesen», räumte ein Sprecher auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur ein. «Es gab keine Sperrung im Nürnberger Hauptbahnhof.» 

Zuvor hatte sich die Polizei auf Nachfrage verwundert über die vermeintliche Sperrung gezeigt. «Wir haben keine Lage und auch keinen Einsatz dort», sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken. «Die Bundespolizei auch nicht» – die Kollegen hätten nämlich ebenfalls schon erstaunt nachgefragt. 

Nicht die erste Fehlermeldung 

«Ich kann mir nicht erklären, wo der Fehlalarm herkommt», bedauerte der Bahnsprecher. In dem Post hatte es geheißen, der Hauptbahnhof sei aufgrund eines Polizeieinsatzes gesperrt, Züge von und nach Nürnberg würden zurückgehalten. Eine halbe Stunde später hieß es, der Polizeieinsatz sei beendet, der Zugverkehr wieder aufgenommen, Folgeverzögerungen noch möglich. 

Erst zwei Tage zuvor hatte DB Regio Bayern bereits eine andere Falschmeldung gepostet, damals wegen eines vermeintlichen Notarzteinsatzes am Gleis. Immerhin war diese fehlerhafte Meldung klar als solche erkennbar. Ihr Text lautete: «#//Störungsort: Notarzteinsatz am Gleis. Streckensperrung //Streckenabschnitt. Ersatzverkehr zwischen //Bahnhof1 und //Bahnhof2 eingerichtet.» 

Eine weitere Meldung erwies sich am Freitagabend allerdings als korrekt: Eine Stellwerkstörung beeinträchtigte den Verkehr auf der Strecke zwischen Nürnberg und Ansbach. Betroffen davon waren die zu dieser Zeit stündlich fahrende S-Bahn und ein noch seltener fahrender Intercity nach Stuttgart, wie ein Bahnsprecher sagte. Nürnberg liegt an der wichtigen Bahntrasse von München Richtung Norden und ist auch ein Knotenpunkt im mittelfränkischen Regionalverkehr.

Quelle: dpa

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