Bakterien-Power: Wie Hülsenfrüchte mit Hilfe von Bakterien ihren eigenen Dünger herstellen

05. Januar 2026 , 05:38 Uhr

Die einen kaufen Dünger – die anderen machen ihn selbst: Hülsenfrüchte wie Sojabohne, Ackerbohne oder Süßlupine haben’s drauf. Mit Hilfe von Bodenbakterien produzieren sie ihren eigenen Stickstoff-Dünger.

Hülsenfrüchte haben eine einzigartige Superkraft

Ackerbohnen, Süßlupinen, Körnererbsen oder Sojabohnen sind die wichtigsten Hülsenfrüchte in Europa und auch bei uns in Deutschland. Sie liefern wertvolles pflanzliches Eiweiß, sind gesund – und helfen ganz nebenbei sogar beim Düngen. Hülsenfrüchte haben eine einzigartige Superkraft, sagt Leguminosen-Experte Fabian von Beesten: “Das Besondere an Hülsenfrüchten ist, dass sie in Symbiose mit Bodenbakterien, mit sogenannten Rhizobien, leben. Diese besiedeln die Wurzeln der Pflanzen und können Stickstoff direkt aus der Luft binden.”

Und das funktioniert rein biologisch, wie Fabian von Beesten erklärt: “Da wird Stickstoff aus der Luft von den Bakterien mit der Energie, die die Pflanzen zur Verfügung stellen, umgewandelt in Formen, die für die Pflanze verfügbar sind.”

So lässt sich Stickstoffdünger sparen

In Zeiten von Klimawandel und hohen Energiepreisen ist das ein echter Vorteil – denn konventioneller Dünger ist energieintensiv in der Herstellung und verursacht hohe Treibhausgas-Emissionen. Und es gibt noch weitere Vorteile, unterstreicht Fabian von Beesten: “Nach der Ernte bleiben die ganzen Pflanzenrückstände auf dem Acker zurück, das Stroh, die Wurzeln, verrotten dort. Die Regenwürmer fressen die besonders gerne, weil die sehr eiweißreich sind. Und was im Boden bleibt, ist ein Stickstoffdünger im Prinzip, der auch für die Folgekulturen dann sehr wertvoll ist. So kann man, wenn man zum Beispiel nach einer Ackerbohne Weizen anbaut, auch beim Weizen nochmal erheblich Stickstoffdünger sparen.”

Ob im Eintopf, im Salat oder als Proteinquelle: Hülsenfrüchte sind wahre Multitalente – gesund, nachhaltig und klimafreundlich.

Ein Beitrag erstellt in Zusammenarbeit mit der UFOP Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V.

Weiterführende Informationen

finden Sie unter www.dieviervonhier.eu

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