Dass in Oberfranken immer wieder Dreharbeiten stattfinden, daran haben wir uns inzwischen gewöhnt, ob Fantasie, oder Krimi oder Romanverfilmung, die Filmemacher haben Oberfranken entdeckt.
Jetzt gibt es was neues, ein Team von AP, Associatet Press, einer der weltweit größten Nachrichtenagentur, war kürzlich auf Kloster Banz um besondere Reliquien zu dokumentieren.
Der Hintergrund:
In der Stiftskirche Banz werden vier vollständig erhaltene Skelette der sogenannten Katakombenheiligen verehrt: Vincenzius, Valerius, Benedictus und Felix Benedictus. Die in Seide gehüllten und mit Gold, Silber, Spitze und Edelsteinen reich geschmückten Reliquien gelten seit Jahrhunderten als Märtyrer und sind fester Bestandteil der religiösen Tradition vor Ort.
Die Gebeine stammen aus unterirdischen, römischen Grabkammern, die im 16. Jahrhundert wiederentdeckt wurden. Die Kirche deklarierte die dort anonym bestatteten Toten pauschal zu frühchristlichen Märtyrern und Heiligen.
Um das Ansehen des Klosters zu steigern und es zu einem bedeutenden Wallfahrtsort zu machen, schickte Abt Gregor Stumm im Jahr 1745 zwei Gesandte nach Rom. Sie brachten die ersten Leiber nach Oberfranken.
Das Filmteam von AP wollte die historische und spirituelle Bedeutung dieser besonderen Reliquien einfangen. Bezirksdenkmalpfleger Dr. Günter Dippold erläuterte die historische Reise der vier Leichname von Rom nach Oberfranken.