Umwelt und Zivilschutz

Bayern schickt fünf Satelliten ins All

12. Juni 2026 , 12:24 Uhr

Sie wiegen gerade einmal zehn Kilogramm und sind kleiner als ein Handgepäckskoffer:. Der Freistaat will demnächst eigene Satelliten ins Weltall schicken. Das steckt dahinter.

Das bayerische Satellitenprojekt «CuBy» ist startklar: Fünf Kleinstsatelliten sollen laut Bayerns Heimat- und Finanzminister Albert Füracker (CSU) in den nächsten Wochen ins All geschickt werden. Das Ziel: Sie sollen alle drei Tage Bilder und Daten von Bayern liefern. 

«Und so können wir wichtige Informationen für Hochwasserprognosen, für Klimaveränderungen, für die Land- und Forstwirtschaft dort erkennen und haben eine zuverlässige Grundlage für alle zukunftsweisenden Entscheidungen im Bereich Umwelt, Hochwasser und Zivilschutz», sagte Füracker.

Was Bayerns Waldbesitzer davon haben könnten

Die Daten werden dem Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in München sowie den Bayerischen Staatsforsten, der Landwirtschaft und dem Katastrophenschutz zur Verfügung gestellt.

Konkret könne das etwa bayerischen Waldbesitzern helfen, da die Satelliten Daten liefern, wie es dem Wald aktuell geht. Multispektralkameras an Bord sollen sehr scharfe Bilder derselben Orte aus etwa 400 Kilometern Höhe senden, die dann regelmäßig miteinander verglichen werden. 

Das Projekt wird laut Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung mit dem Zentrum für Telematik in Würzburg, dem Start-Up S4 – Smart Small Satellite Systems GmbH und der Technischen Universität München (TUM) umgesetzt. Die Satelliten, die bei planmäßigem Start in den kommenden Wochen mit einer Trägerrakete von den USA aus in den Weltraum gelangen, sollen demnach zunächst Technik und Datenqualität testen. 

Kleine Satelliten sind laut den Entwicklern deutlich günstiger als große, sowohl in der Herstellung als auch bei der Platzierung in der Umlaufbahn, denn: je leichter die Satelliten, desto günstiger der Raketenstart.

Erste Bilder aus dem All zu fünf Gebieten im Freistaat werden laut Ministerium erst in einigen Monaten erwartet. Danach werde über einen Ausbau zur flächendeckenden Erfassung ganz Bayerns entschieden.

Quelle: dpa

 

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