Für die Pläne der Bundesregierung, die telefonische Krankschreibung abzuschaffen und ein Attest ab dem ersten Tag zu verlangen, gibt es viel Kritik. Der Bund erhofft sich, dadurch die Krankheitstage reduzieren zu können.
Wie die Situation momentan ist, haben die Betriebskrankenkassen ausgewertet. Sie haben die Zahlen aus 2025 bilanziert. Demnach ist der Krankenstand in Bayern leicht rückläufig, Spitzenreiter bleibt dabei Oberfranken mit 22,5 Tagen.
Schaut man in die Landkreise, gibt es deutliche Unterschiede. Die Stadt Hof steht an der Spitze mit 26,7 Krankheitstagen, gefolgt von den Landkreisen Kronach, Lichtenfels und Kulmbach. Nach den Kreisdaten des BKK Landesverbandes Bayern fehlen Beschäftigte im Landkreis Kulmbach im Schnitt 25,8 Tage pro Jahr durch Arbeitsunfähigkeit. Der Wert lag nach der Corona-Pandemie zeitweise sogar bei 26 Tagen, ist also minimal gesunken.
Die häufigsten Erkrankungen sind Muskel-Skelett-System und Erkrankungen des Atmungssystems, Verletzungen und Vergiftungen, aber auch psychische Erkrankungen, die immer häufiger vorkommen.