Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat heute die Ergebnisse der regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnung vorgestellt. Demnach wächst die Einwohnerzahl in Bayern auf 13,53 Millionen bis zum Jahr 2044 und die Bayern werden im Durchschnitt 46 Jahre alt sein.
Alle Regierungsbezirke halten ihre Bevölkerungszahlen oder wachsen, nur in Oberfranken werden sie, so die Statistiker, zurückgehen. Der Grund, bei uns in der Region werden mehr Menschen sterben als neue geboren werden und dieses Defizit könne man auch mit Zuwanderung nicht mehr ausgleichen. Also bis 2044 werde Oberfrankens Bevölkerung um 2,5 bis 7,5% schrumpfen.
Am meisten Einwohner, so die Vorausberechnung, werden die Landkreise Kronach und Wunsiedel bis 2044 verlieren. Bamberg und Bayreuth halten ihre Bevölkerungszahlen voraussichtlich, aber Kulmbach, Lichtenfels, Hof und Coburg werden nach den Statistikern auch weniger Einwohner haben.
Innenminister Herrmann spricht von gezielten Maßnahmen um den Trend zu bremsen. Es gebe bereits Erfolge: Während in früheren Vorausberechnungen Ober- und Unterfranken noch teils deutlichere Verluste von bis zu sechs Prozent in Aussicht gestellt wurden, geht die aktuelle Vorausberechnung von leichten bis moderaten Rückgängen in Höhe von minus 3,3 Prozent bzw. minus 1,3 Prozent aus.