Trotz eines historisch hohen finanziellen Drucks steht jetzt ein ausgeglichenes Zahlenwerk: Der Bezirkstag hat den oberfränkischen Bezirkshaushalt für 2026 verabschiedet. Er hat ein Gesamtvolumen von über 699 Millionen Euro. Fast 94 Prozent des Verwaltungshaushalts fließen in den Sozialbereich, also zum Beispiel in die Eingliederungshilfe, in die Hilfe zur Pflege und in Angebote für Menschen mit psychischen Erkrankungen. Wegen der explodierenden Sozialkosten muss der Bezirk Oberfranken die Bezirksumlage um weitere 2,4 Prozentpunkte auf 23,7 Prozent anheben. Diese Entscheidung sei dem Gremium nicht leichtgefallen, heißt es in einer Mitteilung. Eine Entlastung sei, dass der Freistaat Bayern die Ausgleichsmasse deutlich erhöht. Oberfranken bekommt damit über 38 Millionen Euro mehr als ursprünglich angenommen. Das entspricht mehr als zwei vollen Hebesatzpunkten, die den Kommunen nicht abverlangt werden müssen, heißt es weiter.