Am zweiten Verhandlungstag im Blaicher Mordprozess vor dem Bayreuther Landgericht hat gestern ein Experte der Spurensicherung ausgesagt. Demnach sei der Angriff des Angeklagten 55-Jährigen auf seine Lebensgefährtin unmittelbar erfolgt, da die Frau noch Jacke und Schuhe getragen habe, berichtet die Bayerische Rundschau heute. Es habe nichts auf einen Kampf in der Wohnung hingedeutet, so der Experte. Auch sind gestern Details aus dem Privatleben des 55-jährigen Angeklagten bekannt geworden. So habe der Mann gerne so genannte Killerspiele gespielt, in seinem Schrank habe er elf Jagd- und Taschenmesser aufbewahrt, und im Keller hing ein gerahmtes Bild von Hitler. Eine Rechtsmedizinerin machte deutlich, dass der Mann mit großer Brutalität vorgegangen sein musste. Beim letzten der 25 Messerstiche habe das Opfer noch gelebt. Zur Tatzeit wurde bei dem Angeklagten 1,7 Promille Alkohol festgestellt.
Der 55-Jährige soll seine Lebensgefährtin im März dieses Jahres getötet haben, weil sie sich von ihm getrennt hat, nachdem er wieder mit dem Alkohol trinken angefangen hatte.