Seit zwei Wochen gilt an der Kulmbacher Kieswäsch ein Badeverbot. Der Grund dafür sind Blaualgen. Trotz der Filteranlage konnten sich die Cyanobakterien ausbreiten. Die Anlage funktioniere aber einwandfrei, sagt der Entwickler Professor Klaus Hagen. Sie filtert den Phosphor aus dem Wasser, der quasi die Nahrung der Algen ist. Und der Phosphorgehalt ist gleich null. Das Problem liegt woanders, sagt Professor Hagen:
Der Hauptgrund ist die vierte extreme Hitzewelle in diesem Jahr. Und je höher die Wassertemperatur ist, desto geringer ist der Sauerstoffgehalt im Wasser. Und das ist natürlich kontraproduktiv, weil die Algen auch gerne den Sauerstoff aufnehmen und damit sinkt auch der Gehalt.
Ein weiterer Grund sind die vielen Gänse und Enten an der Kieswäsch. Ihr Kot fördere ebenfalls die Algenbildung. Eine Maßnahme gegen die Blaualgen wäre deswegen die Vögel zu vertreiben, so Hagen. Es wäre auch möglich, dass eine stärkere Anlage die Blaualgenbildung verhindere, da dadurch mehr Wasser ausgetauscht werde.