Bootsunglück in Ägäis

Boot mit Migranten kentert vor Türkei - mindestens 19 Tote

01. April 2026 , 12:44 Uhr

Die türkische Ägäisküste ist weiterhin ein wichtiger Ausgangspunkt für Migranten, um auf die nahegelegenen griechischen Inseln und damit in die EU zu gelangen. Nun kommt es wieder zu einem Unglück.

Vor der Küste der Südwesttürkei ist ein Schlauchboot mit Migranten an Bord gesunken. Mindestens 19 Menschen seien nahe dem Touristenort Bodrum ums Leben gekommen, teilte die türkische Küstenwache mit. 21 Menschen konnten demnach gerettet werden – eine Person starb wenig später im Krankenhaus. Die Suche nach mindestens einer vermissten Person dauerte an. Es handelt sich um die jüngste Tragödie auf einer berüchtigten Migrationsroute nach Europa.

Die Rettungsaktion in der türkischen Ägäis war am Morgen den Angaben zufolge nach einem Hinweis auf eine Gruppe von Migranten auf See eingeleitet worden. Das Schlauchboot sank, nachdem es zunächst versucht hatte, einem Küstenwachenschiff zu entgehen, das Gruppe aufgefordert hatte, anzuhalten, wie die Küstenwache auf ihrer Webseite schrieb. Das Boot kenterte demnach während der Verfolgungsjagd, weil aufgrund von «starkem Wind und Seegang» Wasser hineingeraten war. Wie viele Menschen sich genau auf dem Boot befunden haben, sei unklar.

Der Gouverneur von Mugla sagte der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu, alle Insassen des Bootes hätten die afghanische Staatsangehörigkeit gehabt. Aufgrund der widrigen See- und Wetterbedingungen nahm das Boot demnach Wasser auf und sank.

Die türkische Ägäisküste ist nach wie vor ein wichtiger Ausgangspunkt für Migranten, die versuchen, auf irregulärem Wege über das Meer die nahegelegenen griechischen Inseln und oft auch das EU-Festland zu erreichen. Die Route wird häufig von Schleusernetzwerken genutzt. Sie setzen Migranten dabei für gewöhnlich in überfüllte Schlauchboote – Bedingungen, die wiederholt zu tödlichen Unfällen geführt haben.

Quelle: dpa

Europa Flüchtling Griechenland Migration Notfall Türkei

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