Brummis unter Strom:MAN und Speditionen setzen auf Elektro-Trucks

14. November 2025 , 05:26 Uhr

Wenn es um Elektro-Mobilität geht, dann war bisher vor allem von Autos und Lieferfahrzeugen die Rede. Doch das dürfte sich schnell ändern. Studien gehen davon aus, dass schon in wenigen Jahren etwa die Hälfte der neu zugelassenen schweren Lastwagen elektrisch unterwegs sein werden. Und das kostengünstiger als heutige Diesel-LKW. Große Speditionen haben bisher gute Erfahrungen mit den E-Brummis gemacht.

MAN: 1.000 Bestellungen für eTrucks

Nur ein leises Surren ist zu hören, dann setzt sich der 40-Tonner in Bewegung. Kein Lärm, keine Abgase, Strom statt Sprit. Der schwere Lastwagen, ein MAN eTGX wird nämlich komplett elektrisch angetrieben. Bisher sind solche E-Trucks noch Exoten auf deutschen Straßen, doch bei den Herstellern läuft die Produktion hoch, die Nachfrage steigt. Der Münchner Nutzfahrzeug-Hersteller MAN beispielsweise hat schon 1.000 Bestellungen für seine eTrucks in den Büchern. Erste Kunden sind bereits innerhalb eines Jahres weit über 100.000 Kilometer mit einem MAN eTGX gefahren, sagt Friedrich Baumann, MAN Vertriebsvorstand: „Wir haben die Produkte, wir haben auch eine sehr hohe Produkt-Vielfalt. Wir sehen – wir sind ja auch Bus-Hersteller – einen hohen Bedarf im Stadtbus-Bereich. Bei den Schwerlast-LKWs gibt es sicher noch Luft nach oben. Aber wir sind ja auch erst in der Anlauf-Phase.“

Trotz hoher Anschaffungskosten: Break-Even nach drei bis fünf Jahren

Elektrische Lkw von MAN haben in den Flotten großer europäischer Logistikdienstleister aber seit Anfang 2025 bereits mehr als fünf Millionen Kilometer im täglichen Einsatz zuverlässig zurückgelegt. Was laut Baumann manche Kunden noch zögern lässt sind die hohen Preise. Ein Elektro-Lastwagen kostet in der Anschaffung derzeit noch mehr als das doppelte im Vergleich zum Diesel-Fahrzeug. Das könne man als Spedition aber innerhalb weniger Jahre wieder hereinholen, rechnet Baumann vor: “Wir haben Fälle, wo Kunden heute schon 800 Kilometer am Tag batterieelektrisch mit dem Fahrzeug fahren. Und dadurch, dass sie eine Mautbefreiung auf deutschen Autobahnen haben sind sie dann in der Lage, auch bei einem wesentlich höheren Anschaffungspreis, einen sogenannten Break-Even irgendwo zwischen drei und fünf Jahren zu erzielen.“

Kostenfaktor Wartung: eTrucks sind pflegeleicht

Im Alltag seien die Elektro-Trucks außerdem bemerkenswert pflegeleicht, und benötigen weniger Wartung. Ein wichtiger Kostenfaktor, so Jörg Witt. Er ist Mitglied der Geschäftsführung bei Duvenbeck, einer der größten deutschen Speditionen. Witt hat außerdem die Erfahrung gemacht, dass gerade altgediente Fahrer die neuen E-Trucks zunächst skeptisch gesehen haben. Das aber habe sich nach den ersten Touren geändert: “Bei den Fahrern ist diese Grundskepsis am schnellsten verflogen. Weil der Fahrer, der einmal den E-LKW gefahren hat, der will nichts anderes mehr fahren.”

Wucherpreise und Tarif-Chaos an der Ladesäule. Ein Ärgernis, das wohl auch die meisten Besitzer von E-Autos teilen. Hier müsse sich etwas ändern, denn schließlich sei der Umstieg hin zur Elektromobilität ja auch politisch gewollt.

Ein Beitrag erstellt in Zusammenarbeit mit der MAN Truck & Bus SE

Weiterführende Informationen

finden Sie unter man.eu

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