Das Trebgaster Bürgerbegehren ist gescheitert. Der Bau eines Einfamilienhauses am Steilweg kann weiter geplant werden. 754 Trebgaster haben abgestimmt. 79,7 Prozent von ihnen, das sind 592 Stimmen, sprachen sich für die weitere Bebauung am Steilweg aus und machten damit den Weg frei für ein Einfamilienhaus, das ein Ehepaar dort plant.
Damit erreichte das dem Bürgerbegehren entgegen gestellte Ratsbegehren das nötige Quorum deutlich. Für den Erfolg waren mindestens 260 Stimmen nötig. Die Planungen können also fortgeführt werden.
Bürgermeister Herwig Neumann (CSU) zum Wahlausgang:
Das ist natürlich eine große Verpflichtung für den nächsten Gemeinderat, der sich im Mai findet und auch den zukünftigen Bürgermeister, dass jetzt dieses Bauvorhaben vorangetrieben wird. Die Bauherren haben jetzt lang genug Verzögerungen gehabt und ich meine, das ist ein Wille der Bürger, den man nicht ignorieren kann. So ein Bürgerbegehren kostet zwischen 4.000 und 5.000 Euro der Gemeinde und das sind Kosten, die uns wieder belasten, wo wir das Geld sinnvoller hätten einsetzen können.
Die Initiatoren des Bürgerbegehrens teilen mit, sie respektieren das Votum der Trebgaster Bürgerinnen und Bürger, bedauern das Wahlergebnis aber sehr. Die hohe Wahlbeteiligung zeige, so die Mitteilung weiter, dass die BI das fragliche Bebauungsplanverfahren am Steilweg von einem, so wörtlich, „Hinterzimmergeschäft“ und einer verbreiteten „Ist mir egal“-Haltung zu einer breit diskutierten, kontroversen Angelegenheit bewegen konnte.
Das Ehepaar, das am Steilweg ein Haus bauen will, freute sich riesig über den Ausgang des Ratsbegehrens und hofft jetzt darauf, dass sie den Traum vom Einfamilienhaus schnell realisieren können.