In Trebgast findet am Sonntag ein doppelter Bürgerentscheid statt, zu dem rund 1.400 Wahlberechtigte aufgerufen sind. Es geht es um ein umstrittenes Bauvorhaben am sogenannten Steilweg.
Das Bürgerbegehren „Kein Neubau am Steilweg“ hat eine Bürgerinitiative auf den Weg gebracht, die sich gegen den Bau eines zweiten Wohnhauses auf einem Hanggrundstück, auf dem sich ein Biotop befindet, wehrt. Sie argumentieren gegen „Flächenfraß“ und für den Erhalt der wertvollen Natur.
Der Gemeinderat hat ein Gegenbegehren – ein Ratsbegehren gestartet – das die moderate bauliche Entwicklung an dieser Stelle befürwortet.
Kurz vor der Abstimmung sorgten Flyer der Bürgerinitiative für Kritik, die einen bereits ausgefüllten Stimmzettel samt möglicherweise unrechtmäßig verwendetem Gemeindesiegel zeigen. Die Gemeinde hat dazu die Rechtsaufsichtsbehörde am Landratsamt eingeschaltet.
Für den Bürgerentscheid ist ein Quorum entscheidend: Damit eine Entscheidung gültig ist, muss die Mehrheit der abgegebenen Stimmen mindestens 20 Prozent aller Stimmberechtigten der Gemeinde umfassen.