Eine Brücke für Fußgänger und Radfahrer, die künftig den Kulmbacher Unicampus mit dem Spinnereigelände verbinden könnte, hat am Abend im Stadtrat für einige Diskussionen gesorgt. Die Kosten für die Brücke, die möglichst barrierefrei und optisch ansprechend gestaltet werden soll, belaufen sich nach ersten Schätzungen auf 15 Millionen Euro. Zu teuer, so SPD-Stadtrat Matthias Meußgeyer.
Das ist zwar ein imposantes und schönes Bauwerk, 15 Millionen an Steuergeldern sind aber sehr viel Geld. Ich bezweifle auch, dass die Brücke arg genutzt werden würde. Die Alternative ist die Ampelanlage bei der Polizei. Von daher denke ich, wir sollten uns von diesem Projekt verabschieden.
Gegenwind kam von beinahe allen anderen Fraktionen im Stadtrat. Auch Oberbürgermeister Ralf Hartnack sprach sich für das Projekt aus. Zum einen, weil ein Großteil der Kosten durch Fördergelder abgedeckt werden könnte. Zum anderen, weil die Brücke eine besondere Bedeutung für Kulmbach habe.
Es geht uns ja insbesondere darum, dass wir möglichst attraktiv die Innenstadt an das Campusgelände anbinden. Uns geht es darum, dass wir den Radwegverkehr mit anbinden, wir schaffen hier ja auch eine Ost-West-Tangente durch die Stadt.
Mit drei Gegenstimmen sprach sich der Stadtrat am Ende für das Projekt aus. Es soll nun in die konkrete Planung gehen.