Für einige ist es historisch – am Wochenende findet der erste CSD, der erste Christopher Street Day, in Kulmbach statt. Unter dem Motto „Kulmbach braut Vielfalt“ zieht die Demonstration für Gleichberechtigung, Toleranz und queere Rechte am Samstag Nachmittag durch die Bierstadt. Nach dem Anschlag auf den CSD in Berlin im Juli haben wir Hauptorganisatorin, Eva Drechsler gefragt, ob es Bedenken für den CSD in Kulmbach gab:
Klar, wir waren natürlich alle geschockt. Wir waren wirklich fertig am Anfang, als wir das mitbekommen haben. Für uns war natürlich aber relativ schnell klar, okay, jetzt erst Recht nicht unterkriegen lassen. Wir dürfen auf keinen Fall zulassen, dass Menschen aufgrund so einer Gewalttat sich jetzt fragen, okay, kann ich jetzt für meine Menschenrechte, für meine Grundrechte auf die Straße gehen? Oder habe ich zu sehr Angst? Und dann haben wir gesagt, nein, wir wollen zeigen, wir sind da. Und Sichtbarkeit zeigen.
Die Parade startet am Gasfabrikgässchen und die Route wurde angepasst, damit Sicherheitsvorkehrungen besser umgesetzt werden können. Der Demonstrationszug endet am Samstag Nachmittag auf dem Kulmbacher Marktplatz. Dort sind bis etwa 16:00 Uhr verschiedene Redebeiträge, Musik und ein Bühnenprogramm geplant.
Ab ca. 16 Uhr 30 gibt es eine Aftershow-Party in der Kulturschule in Gössmannsreuth mit Live-Musik, DJs, Food-Trucks und verschiedenen Mitmachangeboten. Um 16 Uhr 15 fährt ein kostenloser Busshuttle ab dem Kulmbacher ZOB.