Kirche

Das hat es mit Aschermittwoch und der Fastenzeit auf sich

15. Februar 2026 , 04:00 Uhr

Die Party ist vorbei: Der Aschermittwoch beendet traditionell die Faschingszeit und läutet die Fastenzeit ein. Das sind die Hintergründe.

Am Aschermittwoch beginnt für Christinnen und Christen die Fastenzeit. Und für alle Faschingsfans ist die närrische Zeit offiziell vorbei. Das sind die wichtigsten Fakten und Hintergründe zu diesem Tag und zur 40-tägigen Fastenzeit bis Ostern:

Was ist der Ursprung des Aschermittwochs?

Der Tag zu Beginn der Fastenzeit war im Christentum von Alters her durch Buße geprägt – sichtbares Zeichen ist die Asche. In katholischen Gottesdiensten an Aschermittwoch wird den Menschen ein Kreuz aus Asche auf die Stirn gezeichnet. Die Asche stammt aus den verbrannten Palmzweigen vom Palmsonntag des Vorjahres.

Welche Bedeutung hat das Aschenkreuz? 

Beim Auflegen des Kreuzes aus Asche werden zwei Verse gesprochen: Entweder «Bedenke Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst!» oder «Kehre um und glaube an das Evangelium!». Das ist quasi der maximale Kontrast zum Frohsinn und zur Ausgelassenheit der vergangenen Faschingstage. Das Aschenkreuz auf der Stirn der Gläubigen versinnbildliche den Beginn der Bußzeit und des Fastens, heißt es beim Erzbistum München-Freising.

Und worum geht es in der Fastenzeit?

Die Fastenzeit vor dem Osterfest gibt es im Christentum schon sehr lange – festgelegt ist sie laut dem Erzbistum München-Freising seit dem Jahr 325 auf 40 Tage. Ausgenommen von der Zählung sind die Sonntage in der Fastenzeit. Früher hätten die Menschen in der Fastenzeit oft nur eine Mahlzeit am Tag gegessen, heißt es weiter. Die Fastenzeit hat ihr Vorbild in Jesu Zeit in der Wüste. Die 40 findet sich häufiger in der Bibel als Zeitfenster. Die Fastenzeit dient der Vorbereitung auf Ostern, dem wichtigsten Fest des Christentums.

Ist die Fastenzeit heute noch relevant?

Auf etwas bewusst zu verzichten, ist in vielen gesellschaftlichen Bereichen durchaus relevant – und hat nicht unbedingt einen religiösen Hintergrund, wenn man etwa an den «Dry January» denkt, bei dem Menschen zu Jahresanfang auf Alkohol verzichten. Fastenkuren oder bewusste Auszeiten ohne Handy und Tablet sind weitere Dinge, die sich vom traditionellen Fasten abgeleitet haben. 

Die evangelische Kirche hat ihre Aktion «sieben Wochen ohne» in der Fastenzeit etabliert: «Mit Gefühl! Sieben Wochen ohne Härte» heißt das Motto in diesem Jahr. Menschen aller Altersgruppen seien eingeladen, innezuhalten und den Blick auf den Alltag zu verändern: für sich allein, in Familien oder als Fastengruppe, heißt es.

Ein weiteres Beispiel: In der Metropolregion Nürnberg rufen die Kommunen zum Klimafasten auf. Die Challenge verfolge das Ziel, Menschen in der Region und darüber hinaus für aktiven Klimaschutz zu motivieren, teilt die Stadt Bayreuth mit.

Quelle: dpa

 

Bayern Brauchtum Gesellschaft Kirche zum 18. Februar

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