Fußball-Nationalmannschaft

Das sagt Nagelsmann zum Iran-Krieg und WM-Auswirkungen

19. März 2026 , 15:41 Uhr

Julian Nagelsmann will sich als Fußball-Bundestrainer nicht in die Weltpolitik einmischen. Er sei kein Politiker. Aber wenn er per Knopfdruck alle Kriege beenden könnte, würde er es sofort tun.

Bundestrainer Julian Nagelsmann würde sich wünschen, dass der seit drei Wochen herrschende Krieg zwischen WM-Gastgeber USA und dem WM-Teilnehmer Iran schnellstmöglich endet. Ein längerer militärischer Konflikt hätte ansonsten auch Auswirkungen auf die Fußball-Weltmeisterschaft, die vom 11. Juni bis 19. Juli in Kanada, Mexiko und den USA ausgetragen wird. 

«Krieg beeinflusst immer Stimmungen, das ist selbstredend», sagte Nagelsmann bei der Präsentation des ersten Nationalmannschafts-Kaders im WM-Jahr auf dem DFB-Campus in Frankfurt am Main: «Natürlich würde ich mir wünschen, dass kein Krieg herrscht. Wenn ich jetzt hier einen Knopf hätte, dass ich alle Kriege beenden kann und es eine WM wird mit Frieden und toller Stimmung, würde ich den sofort drücken. Aber den habe ich leider nicht.»

Nagelsmann mochte die aktuelle weltpolitische Lage in seiner Funktion als Bundestrainer nicht bewerten. «Ich habe als Privatperson eine Meinung dazu. Ich bin (als Bundestrainer) der falsche Ansprechpartner, der dafür eine Lösung präsentiert. Ich bin kein Politiker und auch keiner, der die weltpolitische Lage mit irgendwelchen Aussagen in irgendeine Richtung drückt», sagte der 38-Jährige.

«Der Fußball wird nicht die weltpolitische Lage verändern»

Er halte auch jetzt an seiner vor dem Iran-Krieg geäußerten Meinung fest, dass «der Fußball – der Sport allgemein – eine verbindende Wirkung hat. Der Fußball wird aber nicht die weltpolitische Lage verändern», sagte Nagelsmann. Als Bundestrainer sei es nicht seine Aufgabe, zu bewerten, «was auf weltpolitischer Ebene passiert und was passieren muss».

Sein Job sei es vielmehr, die deutsche Nationalmannschaft gut auf ein Turnier vorzubereiten, «dass wir auch den Menschen, die unter Negativeinflüssen leiden, zumindest innerhalb der 90 Minuten in der schönsten Nebensache der Welt gute Momente bescheren. Wir versuchen, fußballerische Themen zu beeinflussen.»

Quelle: dpa

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