Das gute Vorbild würdigen will der Bezirk Oberfranken mit seinen Denkmalpflegepreisen. Die Sanierung eines Baudenkmals oder eines Gebäudes von geschichtlicher Relevanz kann mit einem Preisgeld von 5.000 Euro honoriert werden.
Jetzt hat der Bezirk seine Denkmalpreise für 2025 bei einem Ehrenabend auf Schloss Thurnau verliehen. Aus dem Landkreis Kulmbach hat der Ochsenhof bei Wüstenbuchau den Preis erhalten, als herausragendes Beispiel für gelungenen Denkmalschutz.
Bezirkstagspräsident Henry Schramm lobte, wie die insgesamt neun Preisträger teils marode Gebäude nicht einfach abgerissen sondern die gebaute Geschichte bewahrt haben.
Der Ochsenhof ist ein historischer Dreiseithof, der eng mit dem Adelsgeschlecht der Grafen von Giech verbunden ist. Das heutige stattliche Wohngebäude wurde im Jahr 1701 von Gräfin Maximiliana Catharina von Giech als Witwensitz auf den Fundamenten eines Vorgängerbaus errichtet. Nach jahrzehntelangem Leerstand und drohendem Verfall haben Erika und Christian Schuberth das Anwesen 2012 gekauft und es über mehr als ein Jahrzehnt grundlegend saniert.
Heute kann man im Restaurant auf dem Ochsenhof essen oder auf dem Hof sogar Urlaub machen, gleichzeitig ist das Anwesen ein Bio-Bauernhof mit Pferdehaltung.