Kultur

Deutscher Filmpreis: Wim Wenders erhält Ehrenpreis

24. März 2026 , 11:03 Uhr

Erst im Februar leitete der Regisseur die Berlinale-Jury. Nun wird Wim Wenders beim Deutschen Filmpreis ausgezeichnet: Die Deutsche Filmakademie würdigt ihn als eine «Ikone des Weltkinos».

Regisseur Wim Wenders (80) erhält in diesem Jahr den Ehrenpreis der Deutschen Filmakademie. Er werde bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises am 29. Mai in Berlin für seine herausragenden Verdienste um den deutschen Film ausgezeichnet, teilte die Akademie mit. Wenders hat Filme wie «Paris, Texas», «Der Himmel über Berlin» und «Perfect Days» geschaffen.

«Wim Wenders ist als Filmemacher absolut einzigartig und seit über fünf Jahrzehnten eine Ikone des Weltkinos», teilte Akademiepräsident Florian Gallenberger mit. Er habe Spiel- und Dokumentarfilme gedreht, die «großartigsten Soundtracks aller Zeiten entstehen lassen», so gut wie jedes Festival gewonnen und mit den größten Stars gearbeitet.

Aber vor allem habe er Millionen Menschen bereichert, «indem er uns immer wieder zeigt, dass es die wahren Geheimnisse des Lebens erst jenseits der Fassade der profanen Realität zu entdecken gilt».

«Die fragile Schönheit des Lebens»

Immer wieder gelinge es ihm, «den unerklärlichen Zauber und die fragile Schönheit des Lebens für einen Moment einzufangen und so für seine Zuschauer erlebbar zu machen», schrieb Gallenberger, der selbst Regisseur ist. Das gelte für Wenders‘ Filme, für seine Fotografie, seine Bücher und irgendwie auch für ihn selbst als Mensch.

Zuletzt war Wenders auch Jurypräsident der Berlinale. Bei den Internationalen Filmfestspielen hatte es in diesem Jahr Debatten gegeben, inwiefern sich Filmschaffende politisch positionieren müssen, zum Beispiel zum Nahostkonflikt. Diskutiert wurde auch über eine Aussage von Wenders, der gesagt hatte, dass Filmschaffende ein Gegenwicht zur aktiven Politik seien.

Die Deutsche Filmakademie verleiht den Deutschen Filmpreis Ende Mai in Berlin. Ähnlich wie bei den Oscars in den USA stimmen die Akademiemitglieder darüber ab, welcher Film etwa die Goldene Lola bekommen soll. Die Nominierungen werden nächsten Dienstag (31. März) bekanntgegeben.

Quelle: dpa

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