Fußball

DFB-Chef: Noch keine Einigung über WM-Prämien mit Spielern

09. Mai 2026 , 08:47 Uhr

300.000 Euro kassierten die letzten deutschen Weltmeister 2014. Bei der Heim-EM 2024 hätte der DFB sogar 400.000 Euro bezahlt. Für das anstehende Turnier laufen die Verhandlungen noch.

Der Deutsche Fußball-Bund hat mit der von Kapitän Joshua angeführten Nationalmannschaft noch keine Einigung über mögliche WM-Prämien erzielt. «Wir sind in guten Gesprächen mit dem Mannschaftsrat. Aber wir führen die Verhandlungen nicht öffentlich», sagte DFB-Präsident Bernd Neuendorf der Deutschen Presse-Agentur am Rande des Verbandstags des Bayerischen Fußball-Verbandes in Bad Gögging.

Einen guten Monat vor dem Beginn des Turniers (11. Juni bis 19. Juli) in Kanada, Mexiko und den USA gab sich der Verbandschef entspannt. «Wir haben einen guten Austausch. Am Ende des Tages werden wir da zu einem Ergebnis kommen. Die Gespräche laufen, das kriegen wir gut hin», sagte Neuendorf. Geführt werden sie federführend von DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig.

Die höchste Prämie kassierten bislang die letzten deutschen Weltmeister um Kapitän Philipp Lahm 2014 in Brasilien mit 300.000 Euro pro Mann. Für den Titelgewinn bei der Heim-EM 2024 hätte es sogar 400.000 Euro gegeben. 

Nach dem Viertelfinal-Aus gegen Spanien kassierte jeder der 26 Akteure 100.000 Euro. Bei den letzten zwei WM-Turnieren 2018 in Russland und 2022 in Katar gingen die Spieler nach dem Aus in der Vorrunde jeweils leer aus.

Lahm: «Halbfinale immer das Ziel»

Lahm legte übrigens die Messlatte für das Team und Bundestrainer Julian Nagelsmann trotz der jüngsten WM-Desaster hoch. Für eine große Fußball-Nation wie Deutschland müsse «das Halbfinale immer das Ziel sein», sagte der 42-Jährige als Gast in Bad Gögging. 

Neuendorf rief keine konkrete Turnierrunde aus, äußerte aber ebenfalls hohe Ambitionen: «Natürlich fährt man zu so einem Turnier, um letztlich auch weit zu kommen. Es gibt Top-Mannschaften, die üblichen Verdächtigen. Man hat die Engländer, die Franzosen, auch Brasilien und Argentinien als Titelverteidiger. Aber wir haben eine tolle Mannschaft. Ich merke bei ihr einen Spirit, der gut ist. Ich glaube, zum erweiterten Kreis gehören wir durchaus.»

Neuendorf sieht DFB-Team im erweiterten Favoritenkreis 

Der 64-Jährige erwartet, dass es unter Nagelsmann nicht zu einer dritten WM-Enttäuschung nacheinander kommen wird. «Die Vorbereitungen bei uns laufen sehr professionell, was den sportlichen Bereich betrifft. Wir freuen uns sehr auf das Turnier und auf die Spiele. Und natürlich hoffen wir, dass wir die letzten beiden Weltmeisterschaften toppen und deutlich weiterkommen.»

Der viermalige Weltmeister Deutschland genieße weiter viel Respekt, wie er aus zahlreichen Gesprächen mit Präsidenten anderer Verbände heraushöre, sagte Neuendorf: «Wenn man eins sagen kann, dann ist es mit Sicherheit das, dass mir alle bestätigen, dass sie eines nicht gerne wollen, nämlich gegen Deutschland spielen.» Das DFB-Team trifft in der Gruppenphase auf Curaçao, die Elfenbeinküste und Ecuador.

Quelle: dpa

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