Sollten die Ladenöffnungszeiten in Deutschland flexibler werden? Darüber wird aktuell diskutiert. Der Präsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer Peter Adrian und der Deutsche Handelsverband sprechen sich unter anderem dafür aus. Wenn der Einzelhandel auch sonntags öffnen könnte, könnten die Innenstädte wieder attraktiver werden, so eine Begründung. Der Bayerische Handelsverband ist gegen flexiblere Öffnungszeiten. Präsident Bernd Ohlmann:
Wir sind dafür, dass es vier verkaufsoffene Sonntage gibt. Die sind etwas Besonderes. Die werden zum Shoppen genutzt, gerade von Familien. Die nutzen die Möglichkeit zum entspannten Einkaufen. Der Sonntag darf nicht ein Tag werden, wie jeder andere Einkaufstag auch. Ich denke salopp formuliert: wer die Buttermilch nicht von Montag bis Samstag gekauft hat, der braucht den Sonntag auch nicht dazu.
In Bayern darf es maximal vier verkaufsoffene Sonntage im Jahr in einer Kommune geben. Die müssen immer in Verbindung mit einer besonderen Veranstaltung, wie beispielsweise der Bierwoche, stattfinden.
Hintergrund der Debatte ist der Plan der Bundesregierung die Arbeitszeiten in bestimmten Bereichen auszuweiten. So sollen ab 2027 beispielsweise Bäckereien sonntags länger geöffnet haben dürfen.