Die Wiesenfest-Saison ist schon in vollem Gange, morgen feiert die Grundschule in Kulmbach-Ziegelhütten ihr Wiesenfest mit Umzug. Höhepunkt ist der 14. Juli, der Dienstag in der vorletzten Schulwoche ist der traditionelle Hauptfesttag für Gregori.
Passend dazu hat Heimatminister Füracker die nordostoberfränkische Wiesenfestkultur als Immaterielles Kulturerbe ausgezeichnet.
Für Heimatforscher Adrian Roßner ein wichtiger Schritt für den Erhalt dieser Tradition. Die stammt ursprünglich von den Gregori-Festen. Der Namensgeber Gregor I. gilt als Schutzpatron von Kindern und Bildung. Dieser Grundgedanke hält sich bis heute bei den Wiesenfesten, sagt Roßner:
Es ist ein Kinderfest – anders als beim Volksfest, wo es eher um die Gaudi geht oder auch ein Heimatfest – ist es bei den Wiesenfesten im Kern ganz elementar, dass es immer um die Kinder geht. Die Kinder ziehen mit dem Umzug durch die Straßen, sie führen an den Wiesenfestplätzen die Tänze auf, die sie extra dafür einstudieren, teilweise wurden ja auch extra Wiesenfestlieder noch gesungen oder sogar komponiert, jeweils mit einem lokalen Bezug.
Schulen sind ein elementarer Bestandteil der Wiesenfeste, so Roßner. Die Wiesenfeste haben sich besonders in evangelisch geprägten Regionen wie in den Landkreisen Bayreuth, Kulmbach, Hof und Wunsiedel etabliert – andernorts existieren immer noch Gregori-Feste in Oberfranken.