Kino

«Ein Münchner im Himmel»: Weltpremiere von Dietl-Film

07. Mai 2026 , 02:27 Uhr

Mit seinen Geschichten aus München hat Helmut Dietl einst Film- und Fernsehgeschichte geschrieben. Gelingt seinem Sohn das jetzt auch?

Wie kann der Himmel für jemanden aussehen, der sein irdisches Dasein in München verbringen durfte? Mit dieser und ähnlichen Fragen befasst sich David Dietls Liebeserklärung an die bayerische Hauptstadt. «Ein Münchner im Himmel – Der Tod ist erst der Anfang» wurde bei der Weltpremiere des Films in München vom Publikum gefeiert. 

Regisseur Dietl? Das gab’s doch schon mal 

Der Regisseur tritt damit endgültig in die Fußstapfen seines berühmten Vaters Helmut Dietl (1944-2015), der mit Münchner Sittengemälden wie «Kir Royal», «Monaco Franze» und «Rossini» Film- und Fernsehgeschichte geschrieben hat. 

Sein Sohn erzählt nun die Geschichte eines Mannes, der den Tod nicht akzeptieren will und keine Lust hat auf das himmlische Paradies – schließlich ist bald wieder Oktoberfest. Er baut damit den gleichnamigen legendären Kurzfilm von 1962 nach der Kurzgeschichte von Ludwig Thoma auf Kinolänge aus. «Ein bayerisches Märchen» nennt Produzent Max Wiedemann den Film bei der Premiere. 

Dietl fällt «ein Riesen-Stein vom Herzen»

Vor über zehn Jahren habe er sich schon mit dem Stoff befasst, sagte Dietl nach der Filmaufführung. «Mir fällt ein Riesen-Stein vom Herzen.» Er wünsche sich dann auch «elf Münchner im siebten Himmel», sagte er voller Hoffnung auf einen Finaleinzug des FC Bayern in der Champions League, der sich später am Premierenabend zerschlagen sollte. 

Einen etwas peinlichen Moment gab es dann bei Dietls Danksagung an sein Team und seine Schauspieler. Besonders emotional bedankte sich der Regisseur bei Heiner Lauterbach, den er auf die Bühne bat – der war da aber schon gegangen. Für die ein oder andere hochgezogene Augenbraue sorgte auch Cathy Hummels, als sich die mit Interviews betraute Influencerin auf den roten Teppich legte. 

Zu den Premierengästen gehörten zwischen zahlreichen Schauspielern aus dem Film wie Lauterbach und Hauptdarsteller Maximilian Brückner auch andere Branchengrößen wie Veronica Ferres – und die Eisbachwelle. Bei den Dreharbeiten zum Film nämlich gab es dieses Wahrzeichen des modernen Münchens noch – inzwischen schon seit Monaten nicht mehr. Falls die Welle nicht zurückkommt, «kann man sie hier noch sehen in unserem Film», sagte Dietl. Die Komödie soll am 14. Mai in den Kinos starten.

Quelle: dpa

 

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