CSU-Chef Markus Söder will, dass in Deutschland wieder länger gearbeitet wird. Eine zusätzliche Stunde pro Woche könne die Produktivität steigern, so der bayerische Ministerpräsident.
Der Geschäftsführer der IHK Oberfranken Bayreuth, Wolfram Brehm, kann diesen Vorschlag grundsätzlich nachvollziehen:
Eine Stunde mehr arbeiten in der Woche ist ein Vorschlag, der das Arbeitsvolumen erhöhen würde. Volkswirtschaftlich gesehen ist es so: Wenn ich statt 39, 40 Stunden arbeite, ein Vierzigstel mehr arbeite und das auf alle Beschäftigten umlege, hätte das tatsächlich einen Effekt.
Gleichzeitig betont Brehm, dass über Arbeitszeiten nicht die Politik entscheidet, sondern die Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften in den Tarifverhandlungen. Wichtiger seien aus seiner Sicht bessere Rahmenbedingungen – etwa niedrigere Lohnnebenkosten, weniger Bürokratie und verlässliche Betreuungsangebote.