Länderfinanzausgleich

Endres: Für Demokratiefeinde keinen Cent aus Bayern

07. Oktober 2026 , 13:52 Uhr

Markus Söder hat für den Fall einer möglichen Linksregierung in Berlin mit finanziellen Konsequenzen gedroht. Die Bayern-SPD sieht allerdings für einen anderen Fall schnellen Klärungsbedarf.

Nach den Wahlen in Sachsen-Anhalt sieht die Bayern-SPD für den Fall einer möglichen AfD-Regierung Klärungsbedarf beim Länderfinanzausgleich. «Wir müssen dringend prüfen, ob und unter welchen rechtlichen Voraussetzungen Mittel aus dem Länderfinanzausgleich zurückgehalten werden können, um die Finanzierung verfassungsfeindlicher Strukturen zu verhindern», sagte SPD-Landeschefin Ronja Endres der Deutschen Presse-Agentur in München.

Endres sieht sie die Gefahr, dass bei einer möglichen AfD-Regierung mit den Geldern auch Vereine und Organisationen gefördert werden könnten, die die Demokratie bekämpften. «Die Solidarität zwischen den Ländern darf nicht diejenigen stärken, die die Demokratie zerstören wollen», sagte sie und betonte: «Für die Förderung von Demokratiefeinden darf es aus Bayern keinen Cent geben.»

Unionsländer drohen Berlin bei Linksregierung mit Geldentzug

Endres nahm sich dabei quasi Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) als Beispiel: Dieser hatte kürzlich ins Gespräch gebracht, bei einer möglichen Regierungsübernahme der Linken in Berlin den Hauptstadtvertrag auf den Prüfstand zu stellen und den Länderfinanzausgleich neu zu ordnen. 

Und auch die Fraktionschefs aus den CDU/CSU-regierten Bundesländern hatten bei einem Treffen in München für den Fall einer erfolgreichen Regierungsbildung in Berlin unter Führung der Linkspartei mit finanziellen Konsequenzen für die Hauptstadt gedroht.

Quelle: dpa

Bayern Bundesländer Deutschland Finanzen

Das könnte Dich auch interessieren

20.10.2026 Immobilienkredite so teuer wie seit 2009 nicht mehr Der von US-Präsident Donald Trump begonnene Iran-Krieg treibt die Inflation, und in deren Gefolge die Kreditzinsen. Die negativen Folgen spüren Eigenheiminteressenten und Wohnungsbau. 11.10.2026 SPD: Erbschaftsteuer muss bleiben, aber gerechter werden Am Montag beschäftigt sich das Bundesverfassungsgericht mit einer Klage aus Bayern, wonach die Erbschaftsteuer Ländersache sein sollte. Die SPD warnt – im extremsten Fall vor Milliardenlücken. 22.09.2026 Rhein gegen Steuergeld für «Haushaltschaoten» in Berlin Wie reagiert die Union auf den Wahlausgang in Berlin? Hessens Ministerpräsident Rhein unterstützt Söders Vorstoß für den Fall einer Regierungsübernahme der Linken. 22.09.2026 Kommunalunternehmen für mehr Trinkwasserschutz Die intensive Landwirtschaft gehört zu den Hauptverursachern von Bodenverschmutzung. Kommunale Wasserversorger und Biobauern streben mehr Gewässerschutz an - Landwirte aber weniger Vorschriften.