Fußball-Bundesliga

Erneute Pleite für Wolfsburg: 2:3 gegen den FC Augsburg

21. Februar 2026 , 17:38 Uhr

Der VfL Wolfsburg kommt im Abstiegskampf nicht voran - wieder einmal. Gegen den FC Augsburg gibt es ein 2:3. Die Gäste befreien sich dagegen mehr und mehr von Abstiegssorgen.

Der VfL Wolfsburg hat im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga erneut einen Befreiungsschlag verpasst. Die Niedersachsen verloren gegen den FC Augsburg mit 2:3 (1:0) und warten seit sechs Spielen auf einen Sieg. Die stark in die Rückrunde gestarteten Augsburger festigten indes ihren Mittelfeldplatz in der Tabelle. 

In der kämpferischen, aber keineswegs hochklassigen Partie brachte Yannick Gerhardt (41.) die Wolfsburger kurz vor der Pause in Führung, Augsburgs Winter-Zugang Rodrigo Ribeiro (59.) schaffte den Ausgleich.

Nach dem 2:1 durch den eingewechselten Japaner Kento Shiogai (71.) sahen die Wolfsburger wie die sicheren Sieger aus. Doch Michael Gregoritsch (87.) sorgte mit einem verwandelten Handelfmeter erneut für den Ausgleich, ehe Elvis Rexhbecaj (90.+3) der Augsburger Siegtreffer gelang. Der VfL muss fürchten, am Sonntag auf den Abstiegsrelegationsplatz zu rutschen, sollte Werder Bremen beim FC St. Pauli gewinnen.  

Augsburg beginnt überlegen

Vor dem Spiel hatte Wolfsburgs Sportdirektor Pirmin Schwegler Spekulationen um einen zweiten Trainerwechsel in dieser Saison nach der Trennung von Paul Simonis im November zurückgewiesen und dessen Nachfolger Daniel Bauer den Rücken gestärkt. «Die Überzeugung ist weiterhin da, die Frage stellt sich nicht», hatte Schwegler im TV-Sender Sky gesagt.

Argumente für ein Weiter so lieferte seine Mannschaft vor offiziell 19.631 Zuschauern zunächst nicht. Die Gäste traten in Wolfsburg mit dem Selbstbewusstsein von zehn Punkten aus fünf Rückrundenspielen auf. Nach einer Abtastphase von etwa zehn Minuten erspielten sich die Augsburger mehr und mehr ein Übergewicht und kamen zu ersten Chancen. 

Erste Chancen für die Gäste 

Han-Noah Massengo (10.) prüfte VfL-Torwart Kamil Grabara erstmals. Nach dem anschließenden Eckball lenkte der Wolfsburger Gerhardt den Ball an den rechten Torpfosten der Niedersachsen. 

Gerhardt war für den angeschlagenen Kapitän Maximilian Arnold in die Startelf gerückt. Das Fehlen ihres Anführers war den Gastgebern anzumerken. Lange lief nur wenig bei ihnen zusammen. Die Augsburger Defensive wurde nur wenig geprüft. 

Wolfsburger Spieler als Fußball-Arbeiter

Die Wolfsburger Profis waren vor dem Spiel statt mit Kindern an der Hand mit Arbeiterinnen und Arbeitern aus dem Volkswagen-Werk an der Seite ins Stadion eingelaufen. Und so besannen sich die Spieler nach etwa einer halben Stunde auf entsprechende Tugenden und arbeiteten allmählich sich in die Partie. 

Lovro Majer (28.) hatte die erste VfL-Chance, setzte den Ball aus zehn Meter weiter über das Tor. Denis Vavro (40.) scheiterte mit einem Fernschuss an FCA-Keeper Finn Dahmen. Nach dem folgenden Eckball stand Gerhardt richtig und traf per Kopf.   

Augsburger belohnen sich, doch Wolfsburg kontert

Nach der Pause bemühten sich die Augsburger, erspielten sich Vorteile, kamen aber lange nicht in aussichtsreiche Abschlusssituationen. Die Wolfsburger standen sicher – bis zur 59. Minute: Ribeiro tunnelte frei stehend Wolfsburgs Schlussmann Grabara und markierte den Ausgleich. 

Die Schwaben blieben am Drücker, machten Druck. Und gerieten dennoch in Rückstand. Nach einem schönen Konter über Adam Daghim und Mohammed Amoura traf der erst sieben Minuten zuvor eingewechselte Shiogai zur erneuten Führung für sein Team.

Es sah gut aus für den VfL Wolfsburg, bis Verteidiger Denis Vavro ein Handspiel im Strafraum unterlief. Gregoritsch verwandelte sicher. In der Nachspielzeit machte Rexhbecaj das Augsburger Glück perfekt – und schockte die Wolfsburger.

Quelle: dpa

 

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