Für viele Landwirte fällt die Getreideernte dieses Jahr unterdurchschnittlich aus. Wie das Statistische Landesamt mitgeteilt hat, werden voraussichtlich 5,7 Millionen Tonnen Getreide eingefahren – fast zehn Prozent weniger als im Durchschnitt der letzten Jahre. Torsten Gunselmann vom Bauernverband weiß, woran es liegt:
War letztes Jahr die Trockenheit von Mai bis Juli der Grund für niedrigere Erträge, lag es heuer eher an einem zu nassen Jahr. Gleichzeitig haben aber auch die Sonnenstunden gefehlt, die für die Kornausbildung und die Kornfüllung notwendig sind.
Besonders betroffen ist die Wintergerste, hier wird mit über 14 Prozent weniger Ernteertrag gerechnet als letztes Jahr. Eine gute Nachricht bleibt aber: in Europa ist genug Getreide für alle da, sagt Gunselmann, wir würden mehr produzieren als wir selbst verbrauchen und deshalb werden wir auch hier in Oberfranken kaum einen Engpass bei Brotgetreide, bei Braugerste oder bei Ölsaaten spüren.