Der Medizin-Nobelpreis strahlt laut Bayerische Rundschau bis nach Bayreuth: Zwischen der Universität Bayreuth und dem frisch ausgezeichneten Forscher Peter Hegemann bestehen enge wissenschaftliche Kontakte.
Hegemann erhält den Nobelpreis gemeinsam mit Georg Nagel aus Würzburg und dem US-Forscher Karl Deisseroth für ihre Entdeckungen auf dem Gebiet der Optogenetik. Dabei geht es darum, Nervenzellen mithilfe von Licht gezielt an- und auszuschalten und ihre Reaktionen zu beobachten.
In Bayreuth arbeiten die Professoren Oliver Bäumchen und Andreas Möglich mit Hegemann zusammen. Unter anderem schickt dessen Labor gentechnisch veränderte Zellen nach Bayreuth, wo sie für biophysikalische Experimente genutzt werden. Schon im Mai war Hegemann zu einem Vortrag an der Universität zu Gast.
Aus der Zusammenarbeit sind bereits zwei gemeinsame wissenschaftliche Veröffentlichungen entstanden. Die Bayreuther Forscher sehen in der Nobelpreis-Auszeichnung auch eine Bestätigung für ihre eigene Arbeit. Langfristig könnte die Optogenetik helfen, Krankheitsprozesse besser zu verstehen und neue medizinische Behandlungen zu entwickeln.