Energieversorgung

Gaspipeline in Schwaben ist bereit für Wasserstoff

12. März 2026 , 13:37 Uhr

Die 40,5 Kilometer lange Leitung verbindet Gasspeicher mit neuen Kraftwerken – und ist bereits auf Wasserstoff vorbereitet. Welche Rolle spielt sie für Süddeutschland?

Eine neu gebaute Gaspipeline in Schwaben soll die Energieversorgung in Süddeutschland verbessern. Die insgesamt 40,5 Kilometer lange Leitung ermögliche, neue Gaskraftwerke sowie Baden-Württemberg an die Gasspeicher im südbayerischen und Salzburger Raum anzubinden, teilte der Betreiber, die Bayernets GmbH, mit. Die bereits im Dezember in Betrieb genommene Pipeline wurde nun offiziell eröffnet. Später soll sie einmal auf Wasserstoff umgerüstet werden.

Das Unternehmen hat rund 180 Millionen Euro investiert. Die unterirdisch verlegte Leitung läuft von Kötz im Landkreis Günzburg bis Wertingen im Landkreis Dillingen an der Donau. Nach den Bauarbeiten würden noch Rekultivierungsmaßnahmen durchgeführt. Dabei handelt es sich um Arbeiten, um die für die Verlegung der Leitung in Anspruch genommenen Flächen für die künftige landwirtschaftliche Nutzung wieder herzustellen.

Schon für Wasserstoff vorbereitet

Die Stahlröhre wurde parallel zu einer bereits bestehenden Gasleitung verlegt. Der Bau einer zweiten Leitung sei nötig gewesen, um die zukünftige Energienachfrage zu decken, erläuterte das Unternehmen. Die Verbindung sei wichtig für mehr Netzstabilität und eine sichere Gasversorgung in Süddeutschland. «Die Weiterentwicklung der Gasinfrastruktur ist ein zentraler Baustein für die Energieversorgung folgender Generationen», sagte Bayernets-Geschäftsführer Matthias Jenn.

Die «Augusta» genannte Gastransportleitung soll nicht nur für Erdgas als Brückentechnologie nutzbar sein. Die Leitung wurde «H2-ready» konstruiert. Dies bedeutet, dass sie in Zukunft auf den Transport von Wasserstoff umgestellt werden kann. Wasserstoff soll ein wichtiger Energieträger nach dem fossilen Zeitalter werden.

Quelle: dpa

 

Baden-Württemberg Bayern Energie Erdgas

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