Landesamt für Statistik

Geburtenziffer in Bayern geht zurück

16. Juli 2026 , 15:07 Uhr

Frauen in Bayern bringen im Schnitt weniger Kinder zur Welt. Doch es gibt regionale Unterschiede.

Die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau in Bayern ist im Vorjahr zurückgegangen – und zwar auf den niedrigsten Stand seit 2006. Die sogenannte zusammengefasste Geburtenziffer oder Total Fertility Rate (TFR) sank im Jahr 2025 auf 1,34 Kinder, wie das Landesamt für Statistik mitteilte. Im Jahr zuvor lag der Wert noch bei 1,39. Im Jahr 2021 – also dem Jahr nach dem Beginn der Corona-Pandemie – hatte der Wert mit 1,61 Kindern je Frau den höchsten Wert seit 1972 erreicht, wie es weiter hieß.

Die sogenannte zusammengefasste Geburtenziffer ist ein hypothetischer Wert. Sie gibt an, wie viele Kinder eine Frau im Laufe ihres Lebens durchschnittlich zur Welt bringen würde, wenn ihr Geburtenverhalten dem aller 15- bis 49-jährigen Frauen in einem Jahr entspräche.

Regional gibt es Unterschiede im Freistaat: Vorne liegt der Regierungsbezirk Schwaben mit 1,43. Schlusslicht ist Oberfranken mit 1,29.

Das hat es mit den Werten in Uni-Städten auf sich

Die niedrigsten Werte weisen nach Angaben des Landesamts Universitätsstädte wie Würzburg, Erlangen oder Bayreuth aus. Der Grund: Uni-Städte hätten zwar eine vergleichsweise junge Bevölkerung, bei den meisten Frauen läge der Fokus aber auf Studium, Ausbildung oder Berufseinstieg und nicht auf Familiengründung. Entsprechend treffe dort die Anzahl der lebend geborenen Kinder auf eine große Gesamtzahl an Frauen zwischen 15 und 49 Jahren.

Betrachtet man die Geburtenziffer im Freistaat getrennt nach Frauen mit deutscher und ausländischer Staatsangehörigkeit, ergeben sich folgende Werte für 2025: Bei Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit lag die Geburtenziffer bei 1,25 Kinder je Frau, bei Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit bei 1,70 Kinder je Frau.

Aus früheren Informationen des Landesamts geht hervor, dass im vergangenen Jahr im Freistaat 53.672 Mädchen und 56.892 Jungen lebend geboren wurden, das sind gut drei Prozent weniger Kinder als 2024.

Quelle: dpa

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