Das Klinikum Kulmbach warnt vor den Folgen geplanter Sparmaßnahmen der Bundesregierung. Bei einer Protestaktion wollen Verantwortliche morgen (Fr) von 11 bis 13 Uhr am Haupteingang über mögliche Auswirkungen auf die Gesundheitsversorgung in der Region informieren. Hintergrund sind geplante Kürzungen bei Krankenhausmitteln, Pflegebudgets und der Refinanzierung von Tarifsteigerungen. Für das Klinikum könnte das allein im Jahr 2027 ein Minus von rund sechs Millionen Euro bedeuten. Geschäftsführerin Brigitte Angermann sowie Landrat und Zweckverbandsvorsitzender Jonas Gleich unterstützen Reformen grundsätzlich, kritisieren aber die geplante Finanzierung, heißt es in einer Mitteilung. Sie befürchten, dass finanzielle Lasten auf Krankenhäuser und Kommunen verlagert werden – mit Folgen für die medizinische Versorgung vor Ort. Das Klinikum Kulmbach unterstütze die Ziele einer modernen Krankenhausreform ausdrücklich. Die Versorgung müsse sich weiterentwickeln und an neue Anforderungen anpassen. Dafür brauche es jedoch verlässliche Rahmenbedingungen und ausreichend finanzielle Spielräume.