Krieg in Nahost

Geschoss explodiert: UN-Blauhelmsoldat im Libanon getötet

30. März 2026 , 05:51 Uhr

Im Zuge des Iran-Kriegs sind auch die Kämpfe zwischen der proiranischen Hisbollah im Libanon und Israel wieder aufgeflammt. Auch für die Blauhelmsoldaten im Grenzgebiet ist die Lage heikel.

Bei der Explosion eines Geschosses in einer Stellung der UN-Friedenstruppen im Libanon ist ein indonesischer Blauhelmsoldat getötet worden. Ein weiterer Soldat wurde bei dem Vorfall im Süden des Landes schwer verletzt, wie die UN-Beobachtermission Unifil mitteilte. «Niemand, der dem Frieden dient, sollte sein Leben verlieren», mahnte die Mission der Vereinten Nationen. 

Es war demnach zunächst unklar, woher das Geschoss kam. Ermittlungen wurden eingeleitet, um die genauen Umstände zu klären. Angriffe auf Unifil-Truppen stellten einen schweren Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht dar, erklärte die Mission weiter.

UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte den tödlichen Zwischenfall auf das Schärfste und sprach den Angehörigen sein Beileid aus. 

Im Libanon sind im Zuge des Iran-Kriegs die Kämpfe zwischen der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz und Israel wieder aufgeflammt. Immer wieder geraten die Blauhelmsoldaten im Grenzgebiet zu Israel zwischen die Fronten. 

Die Vereinten Nationen haben seit 1978 Blauhelmsoldaten in der Grenzregion stationiert. Aktuell sind daran rund 7.500 Soldatinnen und Soldaten aus fast 50 Ländern beteiligt.

Quelle: dpa

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