Gesetzentwurf zu Arzneimittel-Engpässen: laut Kulmbacher Apotheker geht Entwurf nicht weit genug

12. April 2023 , 11:35 Uhr

Gesundheitsminister Lauterbach will gegen mit einem kürzlich vom Bundeskabinett beschlossenen Gesetzentwurf gegen die Lieferengpässe bei Medikamenten vorgehen. Vor allem mit der Lockerung von Preisregeln bei Kindermedikamenten aber auch Antibiotika will der SPD-Politiker die Versorgungssicherheit in Deutschland wieder stärken. Mit den Lieferengpässen werden wir aber noch länger zu kämpfen haben, sagt der Kulmbacher Apotheker Doktor Hans-Peter Hubmann:

 

„Er (Minister Lauterbach) redet von baldiger deutlicher Entspannung. Dem widerspreche ich deutlich. Also wenn es so weitergeht, wird sich das Problem nicht in wenigen Monaten auch nicht innerhalb eines Jahres, sondern das wird sich frühestens in drei oder vier Jahren mal entspannen.“ 

 

Aktuell verlange die Situation den Patienten, Ärzten und Apothekern viel ab, so der Vorsitzende des Bayerischen Apothekerverbands weiter. Man verwende aktuell mehrere Stunden zusätzlich, um Medikamente zu beschaffen und muss teilweise auf die zweite Wahl zurückgreifen.

Den Gesetzentwurf hält Hubmann für einen guten Ansatz aber nicht für ausreichend. Den Festbetrag für Medikamente um 50 Prozent anheben zu können, werde keinen Hersteller dazu bringen Arzneimittel wieder in Europa herzustellen.

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