Geständnis im Reichsbürgerprozess: Peter W. aus Fichtelberg sollte den Staatsstreich militärisch vorbereiten

18. August 2026 , 06:35 Uhr

Vor dem Oberlandesgericht in Frankfurt wird heute eines der Verfahren gegen die Reichsbürger-Gruppe Reuß fortgesetzt. Zuletzt hatte der aus Fichtelberg stammende Peter W.  sein Schweigen gebrochen und für einiges Aufsehen gesorgt.

Peter W. lebte in Fichtelberg, hat dort Überlebenskurse angeboten und militärische Ausrüstung und Outdoor-Equipment vertrieben. 2022 war er mit anderen Mitgliedern der Gruppe um Heinrich XIII. Prinz Reuß verhaftet worden. W. hat jetzt gestanden, man habe einen Staatsstreich geplant, einen bewaffneten Überfall auf das Reichstagsgebäude um gezielt Politiker festzunehmen. Er habe für 40.000 Euro Kampfkleidung gekauft, ein Versuch, Waffen im großen Stil zu beschaffen, sei gescheitert.

Der 55-Jährige gilt nicht als einer der Rädelsführer der Verschwörergruppe, soll aber eine tragende Rolle gespielt haben, weil er den Kontakt zu weitere Ex-Militärs hergestellt hat und den Sturm vorbereiten sollte.

Die Verfahren gegen Peter W. in Frankfurt und gegen weitere Gruppe-Reuß-Mitglieder vor anderen Gerichten laufen seit zwei Jahren. Peter W. hatte auch mit der Aussage für Aufsehen gesorgt, dass bei dem Sturm des Reichstagsgebäudes kein Schuss fallen sollte – ein Hellseher habe das voraus gesagt.
Peter W. und die übrigen Gruppe-Reuß-Mitglieder sind wegen Hochverrats und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung angeklagt.

Prozess Reichsbürger

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