Verkehr

Glätte verursacht Unfälle und Staus in Bayern

18. Februar 2026 , 16:15 Uhr

Unfälle auf Autobahnen, gefährliche Einsätze für Polizisten, eine Kollision mit einem Räumfahrzeug: Die Glätte hat für brenzlige Situation auf Bayerns Straßen gesorgt – und Pendlern Geduld abverlangt.

Glatteis hat auf mehreren Straßen in Bayern zu Unfällen und Straßensperrungen geführt. Auf der Autobahn 3 bei Regensburg wurde der Verkehr abgeleitet, nachdem sich in der Nacht zwei Unfälle ereignet hatten. Ein Polizeisprecher sprach von einem «Glatteis-Chaos».

In der Nacht war ein Lastwagen zwischen Nittendorf und Sinzig in eine Leitplanke gefahren. Eine Stunde später geriet ein Auto bei Regensburg ins Schleudern. Daraufhin fuhren drei Lastwagen gegen den Wagen, der auf der Fahrbahn stand. Dessen Fahrer wurde leicht verletzt. Die Einsatzkräfte, zu denen auch die Feuerwehr und das Technische Hilfswerk gehörten, hatten aufgrund von Wetter und Stau Probleme bei der Anfahrt, auch Streufahrzeuge kamen wegen des Verkehrs teils nicht weiter.

Polizisten retten sich mit Sprung vor nahendem Auto

In beiden Fällen sei Glätte die Ursache gewesen, sagte der Polizeisprecher. In der Folge sei es zu «massiven Behinderungen» mitten im morgendlichen Berufsverkehr gekommen. Am frühen Morgen leiteten die Einsatzkräfte den Verkehr vorsichtshalber an der Anschlussstelle Laaber (Landkreis Regensburg) ab. Die Autobahn wurde in beiden Richtungen gesperrt. Ab 10.30 Uhr wurde die Strecke erst in Richtung Frankfurt, dann in Richtung Passau freigegeben.

Auf der A8 West in Richtung München verzeichnete die Verkehrspolizei am Morgen insgesamt fünf Unfälle. Bei einem davon seien mindestens vier Menschen leicht verletzt worden, hieß es. Bei der Arbeit an einer der Unfallstellen seien die Polizeibeamten beinahe von einem Auto überfahren worden, konnten sich aber «durch einen Sprung zur Seite noch vor dem schnell herannahenden Fahrzeug in Sicherheit bringen».

Zusammengezählt seien in dem Bereich 16 Autos in Unfälle verwickelt gewesen. Mehrere seien abgeschleppt worden, weil sie nicht mehr fahrtauglich gewesen seien. Vielfach seien Fahrer zu schnell gewesen und konnten nicht mehr rechtzeitig bremsen. Die Unfallverursacher müssten mit einem Bußgeld rechnen.

Autofahrer rutscht gegen Räumfahrzeug

In Marktoberdorf (Landkreis Ostallgäu) war es bereits am Dienstagnachmittag zu einem Unfall zwischen einem Auto und einem Räumfahrzeug gekommen. Der Autofahrer war nach Polizeiangaben zu schnell unterwegs, geriet ins Rutschen und fuhr in das entgegenkommende Fahrzeug. Verletzt wurde niemand.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet weiter für weite Teile Bayerns Kälte und Glätte. Ab Mittag werde von Südwesten verbreitet leichter Schneefall einsetzen, der bis Donnerstagmorgen auch den Nordosten des Freistaats erreiche. Teilweise seien bis zu 15 Zentimeter Neuschnee möglich. In der Nacht werden Temperaturen zwischen minus fünf und minus ein Grad erwartet. Vor allem in Südbayern sei weiter mit Glätte zu rechnen.

Quelle: dpa

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