Aus Münchner Klinik

Hantavirus-Kontaktperson zur Quarantäne nach Hause gebracht

15. Mai 2026 , 17:03 Uhr

Nach dem Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff «Hondius» wurden zwei Kontaktpersonen in einer Münchner Klinik isoliert betreut. Warum eine von ihnen jetzt nach Hause darf.

Eine der beiden Hantavirus-Kontaktperson vom Kreuzfahrtschiff «Hondius» aus Bayern darf ihre Quarantäne vorerst zu Hause statt im Krankenhaus verbringen. Die Entscheidung sei «aufgrund der fachlichen Einschätzung der Experten der München Klinik in Abstimmung mit Bayerns Task Force Infektiologie» erfolgt, teilten das Bayerische Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Gesundheit (LGL) und das Krankenhaus auf Anfrage mit. 

Die Kontaktperson zeige weiter keine Symptome einer Hantavirus-Infektion und werde nun vom zuständigen Gesundheitsamt betreut, hieß es. Für die Quarantäne zu Hause sei «vorsorglich ein engmaschiges Betreuungsnetz durch die zuständigen Behörden vorbereitet und sichergestellt» worden. Details nannten die Behörden mit Verweis auf den Persönlichkeitsschutz nicht.

RKI: Quarantäne daheim «grundsätzlich möglich»

Eine weitere Kontaktperson bleibt demnach vorerst weiter in der Infektiologie der München Klinik Schwabing, auch wenn sie bisher ebenfalls keine Zeichen einer Erkrankung zeigt. Nach Angaben des niederländischen Außenministeriums soll es sich um eine 65-Jährige handeln, die in engem Kontakt mit der deutschen Frau stand, die an Bord des Schiffes gestorben war. Die bayerischen Behörden machten unter Verweis auf den Persönlichkeitsschutz keine näheren Angaben zu der Person.

Den Behörden zufolge sollen die beiden Kontaktpersonen in Quarantäne bleiben, bis die Inkubationszeit vorbei ist. Dieser Zeitraum zwischen Ansteckung und ersten Symptomen beträgt beim Hantavirus laut Experten in der Regel zwei Wochen. Er kann aber zwischen sieben Tagen und sechs Wochen schwanken. Dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge ist auch eine Quarantäne zu Hause «grundsätzlich möglich» – die Entscheidung darüber soll unter Berücksichtigung der Gesamtumstände erfolgen.

Quelle: dpa

Bayern Gesundheit Krankheit Reise Schifffahrt Tourismus Wissenschaft

Das könnte Dich auch interessieren

13.05.2026 Zweite Hantavirus-Kontaktperson in Münchner Klinik Nach dem Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff «Hondius» wurde bereits eine Kontaktperson in einer Münchner Klinik unter Quarantäne betreut. Jetzt ist eine weitere Passagierin dazu gekommen. 11.05.2026 Wie es für die Hantavirus-Kontaktperson in Bayern weitergeht Eine der ausgeflogenen deutschen Kontaktpersonen vom Kreuzfahrtschiff «Hondius» kommt aus Bayern. Jetzt ist sie zurück im Freistaat - und bleibt dort eine Weile unter besonderer Beobachtung. 13.05.2026 Was das Hantavirus von der Corona-Pandemie unterscheidet Nach mehreren Hantavirus-Infektionen auf einem Kreuzfahrtschiff sehen manche in sozialen Netzwerken den Ausbruch einer neuen Pandemie. Warum der Vergleich mit Corona überhaupt nicht passt. 08.05.2026 Hantavirus bei deutscher Kontaktperson nicht nachgewiesen Unter hohen Schutzmaßnahmen ist eine Deutsche vom Kreuzfahrtschiff «Hondius» zur Untersuchung nach Düsseldorf gebracht worden. Was ergaben die Untersuchungen bisher?