Bundesländer

Haseloff kontert Söder: Versorgen Bayern weiter mit Strom

14. Januar 2026 , 22:49 Uhr

Mit der Forderung nach einer Fusion kleinerer Bundesländer hat CSU-Chef Söder scharfe Reaktionen hervorgerufen. Nun meldet sich Reiner Haseloff zu Wort - mit historischen Gebietsansprüchen.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff hat mit einer satirischen Äußerung auf die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) nach einer Fusion mehrerer Bundesländer reagiert. Mit Blick auf die Energieversorgung Bayerns sagte der CDU-Politiker in Halle: «Wir sind Selbstversorger plus Exporteur und es gibt ein Land, das ist in einer kritischen Situation, was fremd versorgt werden muss. Die Frage ist, was machen wir mit so einem Land?»

Haseloff sagte, Sachsen-Wittenberg habe früher bis weit ins fränkische Land hineingereicht – und zog spaßhaft in Erwägung, die Grenzen auf diesen historischen Stand zurückzuverschieben. «Bis die Verfassung geändert ist, versprechen wir trotzdem, solidarisch wie wir sind, dass wir weiterhin München, die Staatskanzlei und Bayern nicht ohne Strom lassen, sodass sie also auch weiterhin gut versorgt sind», sagte Haseloff unter Gelächter im Publikum.

Söder hatte zuvor das Zusammenlegen von Bundesländern ins Spiel gebracht. Es könne nicht sein, dass einige Länder kaum noch lebensfähig seien und von Bayern und anderen bezahlt werden müssten, sagte der CSU-Chef auf der Winterklausur der CSU-Landtagsfraktion im oberfränkischen Kloster Banz.

Quelle: dpa

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