Freizeitunfälle

Hitzewelle sorgt für viele Badetote

26. Juni 2026 , 15:15 Uhr

15 Menschen sind in Bayern seit Mai beim Schwimmen gestorben, oft junge Männer. Eine einfache Boje kann für mehr Sicherheit sorgen - ist aber auch keine vollständige Lebensversicherung.

Das hochsommerliche Wetter hat dafür gesorgt, dass nach Angaben der Wasserwacht seit Anfang Mai in Bayern 15 Menschen beim Baden gestorben sind. Wie das Bayerische Rote Kreuz (BRK) mitteilte, ertranken zehn der Opfer in Seen. Drei Menschen kamen in Flüssen ums Leben, je ein Mensch in einem Natur- und in einem Freibad.

«Es sind fast ausschließlich Männer betroffen, viele davon im Alter von 20 bis 25 Jahren», sagte eine BRK-Sprecherin. Nach der Statistik war nur eine Frau unter den Opfern. Nach den jüngeren Männern sind vor allem die Senioren ab 70 Jahren betroffen, in dieser Gruppe gab es fünf Todesopfer.

Am vergangenen Wochenende hatte die Polizei gleich mehrere Tote aufgrund von Unfällen beim Schwimmen gemeldet. Darunter war ein Schwimmanfänger und ein Nichtschwimmer, der eigentlich nur im Uferbereich im flachen Wasser bleiben sollte. 

Experten werben für Schwimmbojen

Um Notfälle zu verhindern, wirbt die BRK-Wasserwacht für Schwimmbojen. Der Landesvorsitzende der Wasserwacht, Thomas Huber, vergleicht den Nutzen mit der Funktion eines Sturzhelms auf dem Fahrrad oder einem Sicherheitsgurt im Auto.

Die aufblasbaren Bojen sollen die Sicherheit in offenen Gewässern erhöhen. Dafür werden sie aufgeblasen, an der Hüfte mit einem Gurt fixiert und beim Baden hinterhergezogen, ohne die Schwimmerin oder den Schwimmer zu behindern. Wenn man auf einem See eine Pause machen will, kann man die Boje greifen und sich treiben lassen.

Schwimmbojen gibt es ab etwa 15 Euro im Handel. Aufwendigere Modelle beispielsweise für Leistungssportler können auch ein Mehrfaches kosten. Die Bojen sollen die Schwimmer in Seen oder Flüssen zudem für andere Wassersportler besser sichtbar machen.

Der bayerische Landesverband der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft empfiehlt Schwimmbojen ebenfalls, besonders Langstreckenschwimmern und älteren Menschen. Letztlich bewahre aber auch eine Boje nicht vor dem Ertrinken, warnt die DLRG.

Quelle: dpa

 

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