Musikgeschichte

Höfner-Insolvenz gelöst – Traditionsmarken bleiben erhalten

01. April 2026 , 18:29 Uhr

Höfner bleibt: Der legendäre «Beatles-Bass» wird weiter in Baiersdorf gebaut – mit neuen Besitzern. Wie die Marken nach der Insolvenz fit für die Zukunft gemacht werden.

Für den traditionsreichen insolventen Musikinstrumentenhersteller Höfner, bekannt für den «Beatles-Bass», gibt es eine Zukunftslösung. Bereits unmittelbar nach Eröffnung des Verfahrens sei ein Käufer gefunden worden, teilte der Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Hubert Ampferl, mit. Die GEWA music GmbH mit Sitz im sächsischen Adorf übernehme vom 1. April an – also ab sofort – den Geschäftsbetrieb und führe den Standort im fränkischen Baiersdorf als Betriebsstätte weiter. Das sichere den Erhalt von 24 Arbeitsplätzen sowie der weltweit renommierten Marken Höfner und Paesold.

Den Angaben zufolge übernimmt die Streetlife Music GmbH, eine Beteiligungsgesellschaft von Thomann und GEWA, die beiden Marken, die so langfristig weitergeführt werden könnten.

Beatles-Bass wird weiter in Franken gebaut 

Die handwerkliche Kompetenz bleibe in Baiersdorf erhalten. Instrumente von Höfner, darunter die legendären «Beatles-Bässe», Streichinstrumente und Bögen werden weiterhin dort gefertigt. Dies gelte auch für die Premium-Streichinstrumente und -Bögen der Marke Paesold.

Die Vertriebsrechte für Instrumente und Zubehör der Marke Höfner liegen künftig exklusiv in Europa bei der Thomann GmbH und für Länder außerhalb Europas bei der GEWA music GmbH, wie es weiter hieß. Diese hat zudem die Vertriebsrechte für die Marke Paesold weltweit. 

Über das Vermögen der Karl Höfner GmbH & Co. KG mit einer über 130-jährigen Unternehmensgeschichte war den Angaben zufolge am 1. März das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Das Unternehmen beschäftigte zuletzt 52 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Zuletzt hatte ein Bass-Gitarre aus Baiersdorf von Ex-Beatle Paul McCartney für Medienecho gesorgt. Das «Beatle bass» getaufte Instrument, auf dem Sir Paul unter anderem die ersten beiden Alben der legendären britischen Band einspielte, war seit 1972 vermisst worden – vermutlich gestohlen. Vor etwa zwei Jahren tauchte das berühmte Instrument wieder auf, nachdem sich auch der fränkische Hersteller in die Suche eingeschaltet hatte.

Quelle: dpa

 

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