Fußball-WM

Hoeneß zu WM-Ticketpreisen: «Da kriege ich die Krätze»

05. Mai 2026 , 12:03 Uhr

Die Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko wird ein teurer Spaß für Zuschauer, die Kritik an der FIFA ist groß. Bayern-Patron Uli Hoeneß greift in der Debatte zu einem konsequenten Schritt.

Uli Hoeneß verzichtet aus Verärgerung über die extrem hohen Ticketpreise auf eine Reise zur Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko. «Da muss ich sagen, da kriege ich die Krätze», schimpfte der Ehrenpräsident des FC Bayern München im Interview mit DAZN. Er habe vorgehabt, auf Einladung eines guten Freundes, der ihm auch eine Unterkunft in dessen Haus anbot, zur WM zu fliegen, «aber das mache ich nicht mit».

Auf einer Wiederverkaufsseite des Weltverbandes FIFA waren jüngst vier Tickets für das WM-Finale für je fast 2,3 Millionen Dollar angeboten worden. Das gehe nicht mehr, sagte der 74-Jährige. «Ich bin für Kommerz, aber nicht für so eine Ausuferung», betonte Hoeneß. Nach seiner Meinung könnten dies vielleicht Fans aus China machen, die sich so ein Spiel einmal im Jahr gönnten. «Aber ein ganz normaler, vernünftig denkender deutscher Fan fährt dafür in der Regel nicht hin.»

Kritik an Ticketpreisen

An den hohen Ticketpreisen hatte es in der Vergangenheit immer wieder Kritik insbesondere von Fan-Vereinigungen gegeben. «Klar ist, dass der Besuch dieser WM weder finanziell noch moralisch in dem Rahmen liegt, den wir von WMs kennen», erklärte zum Beispiel die Fan-Vereinigung «Fairness United» auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur: «Und auch, dass ‚Normalverdiener‘ schlicht nicht die Zielgruppe des ‚Events‘ sind.»

Karten für das Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika am 11. Juli in Mexiko-Stadt wurden für 2.985 Dollar (2.590 Euro) verkauft. Für das Finale am 19. Juli in East Rutherford sollten Tickets der teuersten Kategorie 10.990 Dollar (9.535 Euro) kosten. Auf dem für die FIFA profitablen Zweitmarkt wurden für einen Platz im Unterrang beim ersten Vorrundenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Curacao in Houston 2.300 Dollar (1.955 Euro) verlangt.

Quelle: dpa

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