Regionalbahnausbau

Illertalbahn soll Mitte der 2030er Jahre elektrisch fahren

01. Juli 2026 , 17:03 Uhr

Mehr Züge, barrierefreie Bahnhöfe und neue Stationen: Die Elektrifizierung der Illertalbahn bringt Vorteile für Fahrgäste aus Bayern und Baden-Württemberg.

Die vielbefahrene Illertalbahn in Schwaben könnte in etwa einem Jahrzehnt elektrifiziert sein. Nach Angaben von Projektleiter Tobias Liebl könnten in den 2030er Jahren die Bauarbeiten beginnen, wenn die weiteren Planungsschritte optimal verliefen. Ab Mitte dieses Jahrzehnts könnten dann eventuell die ersten Elektrozüge rollen.

Die Illertalbahn von Ulm über Memmingen und Kempten nach Oberstdorf ist nach Angaben der Deutschen Bahn (DB) eine der am stärksten ausgelasteten eingleisigen Strecken in Bayern. Ein großer Teil der Strecke verläuft in unmittelbarer Nähe zur Landesgrenze nach Baden-Württemberg, weswegen der Bahnausbau für die Bürger in der Region in beiden Bundesländern sehr relevant ist.

Zahl der Züge soll um ein Fünftel steigen

Nach der Elektrifizierung der Strecke soll es deutlich mehr Verbindungen geben. Nach den Planungen sollen etwa ein Fünftel mehr Züge fahren. Bei der Modernisierung sollen mehrere Bahnhöfe barrierefrei umgebaut werden, zudem sind zwei neue Stationen geplant. Ferner soll es streckenweise ein zweites Gleis geben.

Zunächst ist der Ausbau und die Elektrifizierung der 85 Kilometer langen Strecke zwischen Neu-Ulm und Kempten geplant, später sollen auch die weiteren etwa 40 Kilometer bis nach Oberstdorf mit Oberleitungen ausgestattet werden. Der Bahnausbau wird nach bisherigen Schätzungen mehrere Hundert Millionen Euro kosten.

Quelle: dpa

Bahn Bayern

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