Academy Awards

Jimmy Kimmel macht sich über Melania-Doku lustig

16. März 2026 , 06:56 Uhr

Mit spitzen Bemerkungen über US-Präsident Donald Trump sorgt Talkshow-Moderator Jimmy Kimmel bei den Oscars für politische Töne - auch Melania Trump wird erwähnt.

Talkshow-Moderator Jimmy Kimmel hat bei den Oscars mit einem spöttischen Kommentar gegen US-Präsident Donald Trump und dessen Frau Melania ausgeteilt. Als er die Dokumentarfilmkategorien auf der Bühne präsentierte, sagte er: «Oh Mann, er wird sauer sein, seine Frau wurde dafür nicht nominiert». Damit spielte er auf den Amazon-Film «Melania» an, der die First Lady vor dem Machtwechsel im Weißen Haus begleitet. 

Zuvor hatte Kimmel über Filmemacher gesprochen, die sich der Aufgabe verschrieben hätten, die Wahrheit zu erzählen, Ungerechtigkeit anprangerten und zum Handeln inspirierten. Dann fügte er hinzu: «Und es gibt auch Dokumentarfilme, in denen man im Weißen Haus herumläuft und Schuhe anprobiert.»

Die USA stellte er später in einem überspitzten Witz in eine Reihe mit Nordkorea: «Wie Sie wissen, gibt es einige Länder, deren Führung die Meinungsfreiheit nicht unterstützt. Es steht mir nicht frei zu sagen, um welche es sich handelt. Belassen wir es einfach bei Nordkorea und CBS.» Der Paramount-Sender CBS schlägt seit der Übernahme durch die Familie des als Trump-Unterstützer geltenden Tech-Milliardärs Larry Ellison zum Teil einen freundlichen Ton gegenüber der Trump-Regierung an.

Zwangspause bei Kimmels Sendung im September

Kimmel hatte bei der diesjährigen Oscar-Gala die Kategorien bester Dokumentarfilm und bester Dokumentarkurzfilm präsentiert. Er gehört zu den bekanntesten Late-Night-Talkern im US-Fernsehen. Der Sender ABC strahlt die Sendung «Jimmy Kimmel Live!» aus, er moderiert sie seit 2003. 

Im September war es zu einer Zwangspause gekommen: Der Disney-Konzern, zu dem der Sender ABC zählt, hatte die Sendung aufgrund von Kimmels Äußerungen über den tödlichen Angriff auf den rechten Aktivisten Charlie Kirk auf unbestimmte Zeit auf Eis gelegt. 

Begründet wurde das damit, eine angespannte Situation im Land nicht weiter anheizen zu wollen. Die vorübergehende Absetzung der Sendung befeuerte wiederum eine Debatte um die Meinungs- und Pressefreiheit in den USA. Trump hatte die Pause der Sendung als «gute Nachrichten für Amerika» gefeiert.

Moderator Kimmel nimmt – wie andere Late-Night-Talker auch – in pointierter Weise regelmäßig die Politik des US-Präsidenten auseinander. Die Zwangspause war dann kürzer, als Fans der Show befürchtet hatten: Nach rund einer Woche kam sie ins US-Fernsehen zurück.

Quelle: dpa

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