In Kulmbach ist jetzt ein Fall von Job-Scamming vor Gericht gelandet – ein 26-Jähriger ist dabei gleichzeitig Opfer und Täter geworden. Der Mann hatte sich laut Bayerische Rundschau auf eine Stellenanzeige bei Facebook beworben und einen Arbeitsvertrag erhalten. Statt der versprochenen Arbeit sollte er dann Geldbeträge auf seinem privaten Konto entgegennehmen und auf andere Konten weiterleiten. Das Geld stammte von Ebay-Käufern, die Waren über Ebay gekauft, aber nie erhalten hatten – eine bekannte Betrugsmasche auf der Kleinanzeigenplattform.
Der Kulmbacher sagte vor Gericht, er habe nichts von den kriminellen Machenschaften gewusst. Nach langer Arbeitslosigkeit sei er froh gewesen, eine schnelle Zusage und einen Job bekommen zu haben. Er habe sogar bei seinem neuen Arbeitgeber nachgefragt und von einem angeblichen Vorgesetzten die Auskunft erhalten, dass alles mit rechten Dingen zugehe.
Vor dem Kulmbacher Amtsgericht wurde der 26-Jährige wegen leichtfertiger Geldwäsche zu einer Geldstrafe von gut 3.000 Euro verurteilt und muss den geschädigten Ebay-Käufern über 3.600 Euro erstatten.
Die Polizei warnt regelmäßig davor, das eigene Konto für fremde Überweisungen zur Verfügung zu stellen.