Tiere

Joggerin fotografiert Wolf

04. März 2026 , 17:32 Uhr

Dass ein Wolf in Bayern umherwandert, ist nicht ungewöhnlich; dass eine Joggerin ein solches Tier fotografiert, dagegen schon. Wie sollen sich Menschen bei einer Begegnung mit einem Wolf verhalten?

Beim Joggen in Schwaben hat eine Frau einen Handy-Schnappschuss von einem Wolf gemacht. Sie fotografierte das Tier bereits Anfang Februar nahe Möttlingen (Landkreis Donau-Ries). Das Landesamt für Umwelt (LfU) bestätigte nun, dass es sich um einen Wolf handelte. Ein Sprecher des Landratsamtes teilte mit, dass neben dem Foto der Frau weitere Aufnahmen des Wolfes übermittelt worden seien.

Den «Rieser Nachrichten» sagte die Joggerin, sie habe den Wolf aus etwa 30 bis 40 Metern Entfernung gesehen und zunächst für einen Hund gehalten. Das Tier sei dann in einen Wald gelaufen.

Wölfe können weite Strecken zurücklegen

Das LfU führt ein Monitoring zu Wolfs-Sichtungen. Demnach werden immer wieder Wölfe nachgewiesen; seit Mitte Februar etwa im Ostallgäu sowie in den Landkreisen Freyung-Grafenau und Erlangen-Höchstadt. 

Zumeist seien dies einzelne durchwandernde Tiere, die ihre Elternrudel verlassen haben, teilte ein Sprecher mit. Vor allem junge Rüden könnten auf der Suche nach einem eigenen Territorium weite Strecken von täglich 50 bis 70 Kilometern oder mehr zurücklegen. 

Anders als in anderen Regionen in Bayern seien im Landkreis Donau-Ries keine standorttreuen Tiere nachgewiesen. Zuletzt habe es dort im Jahr 2018 eine Sichtung gegeben – ebenfalls belegt anhand eines Fotos.

Verhaltenstipps

Wölfe gelten als scheu und weichen Menschen in der Regel aus. Laut LfU könnten gerade Jungtiere neugierig auf Menschen reagieren. Zumeist ziehe sich ein Wolf aber langsam und gelassen zurück. Menschen sollten sich bei einer Begegnung ruhig verhalten, einen Hund anleinen, nicht weglaufen und dem Wolf auch nicht hinterherlaufen. Auf keinen Fall sollten Wölfe gefüttert werden, um sie nicht an die Nähe von Menschen zu gewöhnen.

Quelle: dpa

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