Prozess in Nürnberg

Junge Männer wegen Handels mit Waffen und Drogen verurteilt

02. September 2026 , 17:15 Uhr

Sie sollen Waffen und Drogen aus den Niederlanden bezogen und per Paket an ihre Kunden verschickt haben - nun sind drei junge Männer verurteilt worden.

Weil sie mit Schusswaffen und Drogen gehandelt haben, hat das Landgericht Nürnberg-Fürth drei Heranwachsende verurteilt. Gegen einen heute 21-Jährigen wurde nach Angaben eines Gerichtssprechers eine Jugendstrafe von vier Jahren und zehn Monaten verhängt. Ein 22-Jähriger wurde zu einem Jahr und drei Monaten auf Bewährung verurteilt, ein weiterer 21-Jähriger zu acht Monaten auf Bewährung.

Die Staatsanwaltschaft warf einem der zwei 21-Jährigen vor, spätestens seit dem Frühjahr 2024 «einen blühenden illegalen Handel mit Schusswaffen und Rauschgift» betrieben zu haben. Waffen und Drogen habe er in der Regel aus den Niederlanden bezogen und in vielen Fällen per Paket verschickt. Später habe er auch Schreckschusswaffen zu funktionsfähigen Schusswaffen umgebaut. Bei den Drogen habe es sich unter anderem um Cannabis, Ecstasy und Kokain gehandelt.

Der mitangeklagte 22-Jährige soll unter anderem sein Bankkonto für die Verkäufe und seine Anschrift für Sendungen zur Verfügung gestellt haben. Zudem soll er am Versand der Pakete beteiligt gewesen sein. Der Dritte soll beim Umbau der Schreckschusswaffen geholfen haben und sein Zimmer soll als Lager für Waffen und Munition genutzt worden sein.

Quelle: dpa

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