Reizungen und Erbrechen

Kinder versprühen gestohlenes Pfefferspray im Hort

29. Juli 2026 , 13:35 Uhr

Reizhusten und ein undefinierbarer Geruch in einer Kita: Sofort rücken zahlreiche Kräfte aus. Die Ursache liegt im Rucksack zweier Kinder, die zunächst eine erfundene Geschichte erzählen.

Zwei Kinder haben sich in einem Hort in Penzberg (Landkreis Weilheim-Schongau) mit gestohlenem Pfefferspray selbst leicht verletzt. Der Polizei wurde am Dienstag ein undefinierbarer Geruch sowie Reizhusten bei Kindern gemeldet, wie die Beamten mitteilten. Mehrere Streifen, Feuerwehr und Rettungsdienst rückten aus. Die sieben Kinder und Betreuer hatten das Gebäude bereits verlassen. Ein Zehn- und ein Elfjähriger erlitten Atemwegsreizungen durch Pfefferspray; der Zehnjährige übergab sich mehrmals.

Zunächst behaupteten die beiden laut Polizei, das Reizgas von einem unbekannten Elfjährigen erhalten zu haben. Zwei im Hort gefundene Dosen samt Verpackung eines Geschäfts führten die Ermittler schließlich zu einer Verkäuferin, die sich gut an die beiden Kinder erinnerte. Sie waren ihr aufgefallen, weil sie zuvor mit ihren Fahrrädern in den Laden hatten fahren wollen, was ihnen untersagt wurde. 

Die Kinder sollen das Pfefferspray dort gestohlen und im Hort ausprobiert haben. Im Rucksack des Zehnjährigen fand sich zudem weiteres Diebesgut, unter anderem Getränke und Süßigkeiten.

Quelle: dpa

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