Kriminalität

Kolumbien und USA zerstören fünf Kokainlabore nahe Ecuador

06. März 2026 , 03:46 Uhr

Kolumbiens Behörden gelingt zusammen mit Partnern ein Schlag gegen den internationalen Drogenschmuggel. Mehrere Drogenlabore werden zerstört. Ihre Kapazität: Bis zu sieben Tonnen Kokain im Monat.

Kolumbien hat bei einem gemeinsamen Anti-Drogen-Einsatz mit den USA und Ecuador mehrere Kokainlabore zerstört. «Wenn sich Nationen zusammenschließen, verlieren die Kriminellen», schrieb Kolumbiens Verteidigungsminister Pedro Arnulfo Sánchez auf der Plattform X.

Insgesamt fünf Anlagen in den Departamentos Putumayo und Nariño im Südwesten des Landes nahe der Grenze zu Ecuador seien zerstört worden. Zwei Labore hätten Kokain produziert, drei weitere Kokapaste verarbeitet. Die Produktionskapazität habe bei bis zu sieben Tonnen Kokain pro Monat gelegen. Die Droge sei über Ecuador weiter nach Mittelamerika und in die USA geschmuggelt worden. «Diese Infrastrukturen waren ein wichtiges Bindeglied im transnationalen Drogenhandel», sagte Sánchez.

Bei dem Einsatz beschlagnahmten die Behörden nach eigenen Angaben etwa 1,3 Tonnen Kokain sowie große Mengen chemischer Vorprodukte für die Herstellung.

Kolumbien gilt als weltweit größter Produzent von Kokain. Ein Großteil der Droge wird über Nachbarländer wie Ecuador oder über Seewege Richtung Nordamerika und Europa geschmuggelt.

Quelle: dpa

Ecuador Kolumbien Kriminalität USA

Das könnte Dich auch interessieren

10.03.2026 Kolumbiens Polizei beschlagnahmt über eine Tonne Kokain Im Grenzgebiet zu Ecuador stellt Kolumbiens Polizei über eine Tonne Kokain sicher. Erst kürzlich waren bei einem internationalen Anti-Drogen-Einsatz mehrere Anlagen zerstört worden. 07.03.2026 Trump verkündet neue Militärkoalition gegen Kartelle Trump ist bekannt für Kritik an etablierten internationalen Formaten - und für neue Initiativen. Dabei umgibt er sich am liebsten mit ihm wohlgesonnenen Menschen, wie nun erneut deutlich wird. 09.03.2026 Schüsse auf Rihannas Haus in Los Angeles An einem Sonntagnachmittag fallen plötzlich Schüsse auf das Haus von Superstar Rihanna. Verletzt wird niemand. Die Hintergründe sind noch völlig unklar. 09.03.2026 Ermittlungen zu Sprengsatz vor Mamdanis Amtssitz in New York Vor der Residenz von Bürgermeister Zohran Mamdani prallen rechte Aktivisten und Gegendemonstranten aufeinander. Plötzlich fliegt ein «improvisierter Sprengsatz». Wer hat ihn geworfen - und warum?