Kritik an geplanter Elterngeldreform kommt auch aus Bayreuth. In Stadt und Landkreis beziehen aktuell mehr als 1.300 Mütter und Väter Elterngeld. Die geplante Reform könnte auch sie treffen. Jana-Lisa Mönch von der Wirtschaftsförderung in Bayreuth sagt, wenn Familien weniger finanzielle Sicherheit haben, könne das auch Folgen für die regionale Wirtschaft haben.
Gerade weil Familien eigentlich keine Ausgabe sind, sondern eine Investition in die Zukunft, finde ich es auch aus wirtschaftlicher Sicht ganz, ganz fatal, dieses System jetzt so anzugleichen und Deutschland damit nochmal ein Stück weit familienunfreundlicher zu gestalten, anstatt in die andere Richtung zu gehen. Wir haben die niedrigste Geburtenrate, wir haben ein Riesenproblem, was Fachkräfte betrifft.
Die Bundesregierung plant, die Bezugsdauer von bis zu 14 auf zwölf Monate zu verkürzen. Gleichzeitig sollen beide Elternteile mindestens drei Monate übernehmen. Das soll Väter stärker einbinden. Kritiker warnen aber: Nicht jede Familie kann sich diese Aufteilung finanziell leisten.